Quiz 5 - Flora & Fauna
Antwort 7 und Quizende
Antwort Frage 7:
Reden wir nicht lange drum herum, die letzte Aussage ist Quatsch. Zwar sind Fledermäuse gute Flieger, aber enorme Lasten transportieren können sie nicht. Das ist auch nicht nötig, denn ihre Beute sind Insekten. Um überhaupt fliegen zu können, waren evolutionär viele Anpassungen notwendig. So ist etwa die Brustmuskulatur stark vergrößert, ebenso wie das Herz. Denn nur so schafft es die Fledermaus die Muskeln mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, denn Flugvermögen bringt evolutionäre Vorteile, hat aber auch seinen Preis: nur wenige Fledermausarten können sich auch am Boden gut fortbewegen, die meisten sind dort eher plump und ungeschickt - und damit schnell Opfer ihrer Feinde, den Katzen.
Die hohe, zum Fliegen benötigte Energie sorgt auch dafür, dass beim Fliegen die Körpertemperatur der Fledermäuse stark ansteigt, sie bekommen quasi "Flugfieber". Das ist wohl der Grund, warum Fledermäuse viele Viren in sich tragen können ohne daran zu erkranken. Es wird davon ausgegangen, dass auch das aktuelle Coronavirus SARS-CoV2 von den Fledermäusen (möglicherweise mit einem Zwischenwirt) auf uns Menschen übergegangen ist (Aussage C stimmt also).
Ein weitere Aspekt einer notwendigen Gewichtsreduktion fürs Fliegen ist die Tatsache, dass Fledermäuse wie Vögel Stickstoffverbindungen als Guanin ausscheiden. Dieser Stoff braucht für die Ausscheidung kein Wasser (wie etwa der Harnstiff bei uns Menschen beim Pinkeln), dadurch müssen die Fledermäuse weniger trinken und kein unnützes Wasser durch die Gegend fliegen. Ihre Guanoausscheidungen bilden zum Teil so mächtige Ablagerungen, dass der energiereiche Stoff abgebaut wird (Aussage B ist korrekt).
Und letztlich wissen sicher fast alle, dass Fledermäuse in der Nacht (und auch in den Höhlen) kein Tageslicht zur Orientierung haben, aber das brauchen sie auch nicht, denn sie sehen quasi mit den Ohren (Aussage A!). Ihr Echolot - sie stoßen für uns nicht hörbare, sehr hohe Töne aus - ist so präzise, dass sie sogar dünne Drähte "hören" können und es auch kein Problem ist bewegte Objekte wahrzunehmen.
Wirklich erstaunliche, kleine Tiere, die wir unbedingt schützen müssen. Leider verlieren sie bei uns immer mehr Lebensräume. Am Tarn ist das zum Glück durch die vielen Höhlen anders. Hier haben sie ausreichend Rückzugsräume und so kann man sie jeden Abend bei ihren Flugmanövern auf der Jagd nach Nahrung bestaunen.
Antwort D wäre also richtig gewesen.
Damit endet auch dieses Quiz, der Ausflug in Flora und Fauna rund um die Tarnschlucht.
Sicher hätte es noch vieles anderes zu berichten gegeben, über die vielen Orchideenarten, über das Projekt mit der Ansiedlung der Wildpferde (Przewalski-Pferde), über den Wolfspark in Marvejols und die Situation um die größeren Raubtiere, wie Luchs und Wolf generell und noch vieles mehr.
Ihr merkt, es gibt wesentlich mehr als nur Erlebnissport bei uns am Tarn.
Die Kanucamps des DVA haben viel zu bieten.
Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Behalte dein Wissen nicht für dich - lass andere teilhaben!
Teil richtig, teils falsch: Es gibt so viele erstaunliche Dinge zu lernen - bleibe dran!
Fast alles falsch: Kein Problem - aber bleibe nicht uninformiert, mach dich auf, es lohnt sich!
Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.
Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.




