Streifen Camps

 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Klar, Bielefeld scheidet aus - diese Stadt gibt's ja gar nicht. Wenden wir uns den drei Städten zu, die das Wortteil "Neu" im Namen führen und Kandidaten einer späten Gründung durch Menschen sein könnten, die wegen ihrer Überzeugung verfolgt wurden und deshalb fliehen mussten. Dieses Problem scheint also nicht nur ein Problem unserer Zeit zu sein, sondern auch in früheren Epochen immer mal wieder der Grund für Fluchten und Vertreibungen. Dabei müsste es das Problem überhaupt nicht geben, Toleranz heißt das Zauberwort. Da werden wir es in den kommenden Jahren mit den Klimaflüchtlingen schwerer haben, denn mit Toleranz kann man weder eine Insel retten die im steigenden Meer versinkt, noch ausgetrocknete Gebiete in den Subtropen bewässern und schon gar nichts gegen Orkane und andere Unwetter tun.
Zurück zu den Religionsflüchtlingen, vielleicht hätte man die in Neumünster oder Neuenburg am Rhein auch aufgenommen, denn diese Städte gab es schon seit 1127 bzw. 1175 und wurden eventuell von toleranten und herzlich Menschen bewohnt, aber eine Stadtgründung, die auf geflüchtete Hugenotten zurückgeht, ist die Stadt Neu-Isenburg. Nebenbei sind viele Jugendliche aus Neu-Isenburg über Freizeiten des Dekanats Dreieich schon vielfach Gäste in unserem Kanucamp am Tarn gewesen. Back to the roots - sozusagen.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Napoléon BonaparteScheinbar haben die Auseinandersetzungen um die freie Religionsausübung in den Cevennen einen tief verwurzelten Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit bei den Menschen dort entstehen lassen - so jedenfalls eine These, die in der Region gerne vertreten wird. Ein Beleg, der diese These stützen könnte, ist die Tatsache, dass in die Region während den Jahren 1940 bis 1945 für den Widerstand gegen die deutsche Besatzung eine zentrale Rolle als Rückzugsgebiet für deutsche Nazi-Gegner und Juden war. 800 bis 1000 Juden sollen hier Zuflucht gefunden haben. Etwas weiter zurück liegend, liefert eine Volksabstimmung im Jahr 1851 einen weiteren Beleg. Napoléon Bonaparte ließ nach seiner Machtergreifung über eine neue Verfassung abstimmen, die ihm diktatorische Vollmachten gewähren sollten. Gegen diese Änderungen stimmten landesweit  nur 8,5 Prozent dagegen; in den Cévennen dagegen die Mehrheit und dabei taten sich zwei Kommunen im Lozère besonders hervor.

Daraus ergibt sich die nächste Frage:

Wie hoch war in den beiden Kommunen der Anteil der Ablehnung?

A - fast 99 %

B - mehr als 85 %

C - etwa zwei Drittel (gut 66 %)

D - etwas mehr als die Hälfte (knapp 55 %)

 

     

 

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