Quiz 4 - Geschichte
Antwort 4 und Frage 5
Antwort Frage 4:
Wer dauernd seine Hand in die Tasche steckt, wird sicher nicht flott bauen können, aber Napoleon hatte die Hand ja eher in der Jacke, als in der Tasche. Wie auch immer, der lebte ja auch nicht im 14. Jahrhundert und scheidet deshalb aus. Der Sonnenkönig ist zeitlich auch nicht richtig, denn erlebte von 1638 bis 1715 und hatte sicher mit dem Bau seines Prachtschlosses in Versaille genug am Hacken, um sich noch um Brücken übern den Tarn kümmern zu können. Außerdem wäre ihm mit seinem "Louis-Quatorze-Geschnörkele" eine biedere Bogenbrücke wohl zu simpel gewesen. Zu Katharina aus dem Hause Medici wird bei der nächsten Frage zum Thema Hugenottenkriege noch etwas zusagen sein, auch sie lebte zu spät (1519-1589) und hat damit nichts mit der Brücke zu tun.
Es war also ein Papst, der die Brücke spendieren wollte. Urban V, der aus Grizac (Le Pont-de-Montvert) also ganz aus der Nähe stammte, wollte damit einen Zugang zu der von ihm gestifteten Kirche in Quésac bauen lassen.
Antwort C wäre also richtig gewesen.
Leider ist Geschichte so wie sie gelehrt wird, immer auch eine Geschichte von Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen und so könnte der Eindruck entstehen, wir Menschen hätten nichts besseres zu tun, als und gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Dies mag mitunter aus ganz nachvollziehbaren Gründen geschehen sein, etwa wenn in Zeiten von Nahrungsknappheit eine Sippe in das Gebiet einer anderen Sippe eingedrungen ist und klar war, dass nur eine Sippe hat überleben können. Die folgende Geschichte, die in den Cevennen spielt hat aber damit überhaupt nichts zu tun, sondern gründet auf der Tatsache, dass ein Mönch in Deutschland die Idee hatte, er könne mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen die Kirche reformieren. Eigentlich eine nette Idee sich in einer Religion mal wieder mehr auf die Worte des Religionstifters zu konzentrieren und Machtgelüste mal etwas außen vor zu lassen, zu mal Macht- und Geldbesitz von eben diesem Reilgionsstifter eher kritsich gesehen wurden, um es einmal vorsichtig auszudrücken.
Wie dem auch sei, schnell ging es nicht mehr um eine nötige Diskussion und eventuell Reformation von bestehenden Sturkturen in der katholischen Kirche, sondern es kam zur Kirchenspaltung. In den Cevennen verbreitete sich ab dem Beginn des 16. Jahrhunderts der calvinistische Protestantismus und die Bauern verjagten die katholischen Kirchenfürsten, die sie unterdrückten. Seit Mitte des 16. jahrhunderts war dann das Wort "Hugenotte" die Bezeichnung für die französischen Protestanten und Städte in den Cevennen gehörten zu ihren Hochburgen.
Ab 1530 wurde dann die Glaubensausübung durch Klerus und König stark unterdrückt (wobei auch die bereits erwähnte Katharina eine nicht unerheblich Rolle gespielt haben dürfte) und so kam wie es kommen musste, in mehreren sogenannten Hugenottenḱriegen wehrten sich die Unterdrückten. Erst das Edikt von Nantes (1598) brachte den Hugenotten im katholischen Frankreich religiöse Toleranz und volle Bürgerrechte, fixierte aber andererseits den Katholizismus als Staatsreligion. Dann war mal ein paar Jahre Ruhe bis durch den Absolutismus unter dem auch bereits erwähnten Ludwig XiV. wieder neue Auseinandersetzungen gab, weil dieser das edikt widerrief und damit den Protestanten alle Rechte nahm. In den Cevennen kam es darauf hin in den Jahren 1702 bis 1704 zu den sogenannten Kamisardenkriegen. Die Aufständigen zogen sich in die Bergtäler und Höhlen zurück und fügten Ludwigs Truppen teilweise erhebliche Verluste zu, bis sie nach dem von Ludwog befohlenen sogenannten "Große Niederbrennen der Cevennen", bei dem 446 Dörfer der Cevennen verwüstet wurden, aufgaben.
Die Frage führt uns zum Schicksal derer, die vor der Unterdrückung geflohen sind:
Wie heißt eine deutsche Stadt, die eine Gründung von gefohlenen Hugenotten ist?
A - Neu-Isenburg
B - Neumünster
C - Neuenburg am Rhein
D - Bielefeld





