Quiz 2 – Der Tarn

Einführung und Frage 1

 

Im zweiten Quiz wollen wir eine Fahrt den Tarn hinab wagen, aber nicht mit dem Kanu, sondern mit einem Ratespiel mit sieben Fragen und Antworten zum Fluss, an dem wir unsere Kanucamps aufgebaut haben.
Dabei werden wir dir wieder vier Möglichkeiten als kleine Hilfestellung anbieten. Drei davon sind frei erfunden, aber eine stimmt. Die musst du dann nur auswählen und auf weiter klicken.
Auf der Folgeseite klären wir das Rätsel dann auf und warten mit der nächsten Frage - von der Quelle bis zur Mündung.

Oberlauf TarnLass uns in einem unserer Kanucamps beginnen. Diese sind ja direkt am Flussufer aufgebaut, so dass es nie weit ist bis zum Wasser. Vielleicht weißt, du, dass man bei Flüssen mehrere Abschnitte unterscheidet.
Das Quellgebiet hoch oben in den Bergen, wo ein Fluss aus einer oder meist mehreren Quellen seinen Lauf beginnt. Der folgende Oberlauf weißt dann immer noch viel Gefälle und meist sehr tiefe Täler auf, entweder fließt der Fluss hier rasch und gleichmäßig oder er weißt einen steten Wechsel zwischen flotten und ruhigeren Abschnitten auf. Im Mittellauf hat das Gefälle dann deutlich nachgelassen und der Fluss windet sich durch die weiten Täler, mündet in einen größeren Fluss oder fließt weiter bis er sich letztlich im Mündungsgebiet ins Meer ergießt.


Und das ist unsere erste Quizfrage:

In welchem Abschnitt befinden sich unsere beiden Camps?

A - Im Quellgebiet

B – Im Oberlauf

C – Im Mittellauf

D – Im Mündungsgebiet

 

  

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

Sowohl Mittellauf, als auch Mündung des Tarn befinden sich noch einige Kilometer von unserem Camp flussabwärts. Und seine Quelle liegt recht hoch auf über 1600 m, dort wollen wir unsere Camps lieber nicht aufbauen, das wäre in manchen klaren Sommernächten vielleicht zu kalt zum Zelten. Aber der Oberlauf bietet neben dem leichten bis mäßig schweren Wildwasser fürs Kanufahren auch immer mal wieder ruhige Bereiche in denen sich teils tiefe Becken gebildet haben, die im Sommer zum Baden einladen.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Quelle Tarn

Wenn wir von unserem Camp ein wenig flussauf fahren, dann kommen wir bald in einen kleinen Talkessel, in dem das Dorf Ispagnac liegt. Hier können wir bei guten Wasserständen unsere Kanutouren starten, die uns dann zu den Camps führen. Weiter flussauf wird es dann schon schwerer für die Kanuten und zwischen Florac und der ersten möglichen Einsetzstelle gibt es schweres und schwerstes Wildwasser, weil sich der Tarn hier in vielen Stufen ins Tal stürzt. Und noch etwas aufwärts kommen wir dann zur Quelle.

Und damit auch zu unserer zweiten Frage:

Wo entspringt der Tarn?

A - Am Mont Lozère, der dem Département den Namen gibt

B - An der Nordseite des Mont Aigoual

C - An der Westflanke des Mont Ventoux

D - Er heißt so nach dem Zusammenfluss des Tarnon de Florac und des Tarnon de Bédouès

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Zwar gibt es einen Tarnon und der Mündet bei Florac auch in den Tarn, dieser hat seinen Namen aber ab der Quelle, die nicht am Mont Aigoual liegt. Von dort sieht man bei gutem Wetter bis zum Mittelmeer und das Wasser an seiner Nordseite läuft über Mimente und Tarnon auch in den Tarn, aber die Quelle liegt dort nicht.
Ganz falsch ist der Mont Ventoux, der Riese der Provence ist eine Sehnsuchtsziel vieler Rennradfahrer an, aber wie sein Beiname schon andeutet, liegt er in der Provence und damit auf der anderen Seite des Rhônetals.
Bleibt noch der Mont Lozère an dem es zwar nicht die eine Tarnquelle gibt, aber hier entspringen einige kleine Rinnsale, die sich dann zum Tarn vereinen.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Ste. EnimieSteigen wir wieder in unsere Kanus und paddeln wir vom Beginn der Tarnschlucht an Ispagnac vorbei von Stromschnelle zu Stromschnelle. Einige Kilometer nach unseren Camps erreichen wir das kleine Örtchen Ste. Enimie, das im Sommer zur Hauptstadt der Tarnschlucht wird.
Dass sich so viele Besucher dort aufhalten hat gute Gründe, denn direkt am großen Parkplatz am Flussufer kann man im Tarn baden, etwas erhöht gibt es Cafés und Eisdielen und der mittelalterliche Kern lohnt auch die Mühen, sich mal durch die kleinen Gässchen nach oben zu kämpfen.
Der Name deutet darauf hin, dass es sich bei der Namesgeberin um eine Heilige gehandelt haben muss, aber wer war die Sainte Enimie?

© Bild: Joa­chim Schä­fer - Öku­me­ni­sches Hei­li­gen­le­xi­kon

 

Und das ist die nächste Frage:

Wer war die Heilige Enimia?

A - Eine merowingische Prinzessin im 6. Jahrhundert.

B - Die Geliebte des Gegenpapstes in Avignon.

C - Die französische Nationalheilige.

D - Eine einfache Schafhirtin, die angeblich Wunder im Tarntal bewirkte.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Zwar hat der Tourismus in der Tarnschlucht, die vorher sehr arm war, wie ein Wunder neue Einnahmequellen erschlossen, aber das hat nichts mit einer Hirtin namens Enimie zu tun.  Auch der heiligen Johanna, der Jungfrau von Orléans, wollen wir ihren Titel als Nationalheilige nicht streitig machen. Und ob einer der Gegenpäpste, die eine zeitlang im Palais du Pape in Avignon residierten, eine Geliebte hatte, ist nicht unwahrscheinlich, aber es war sicher nicht die heilige Enimie, die Tochter des Merowingerkönigs Chlothar II., die 628 in Ste. Enmie starb.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Blick in die TarnschluchtIhr Leben ist von Legenden umrankt, denn sie soll sehr schön gewesen sein und damit auf die Männerwelt sehr anziehend. Da sie sich aber als Braut Christi sah, soll der liebe Gott ihr am Abend vor der Hochzeit die entstellende Lebra gesandt haben. Jahre später bat sie um Heilung - ein Leben mit Lebra scheint dann doch nicht so toll gewesen zu sein, worauf hin sie von einem Engel den Tipp bekam, ein Bad in der Source de Burle (einer Quelle in Ste. Enmie) zu nehmen. Das heilte die Lebra, aber fatalerweise brach diese immer wieder aus, wenn Enimia den Ort verlassen wollte. So blieb sie dort, gründete ein Kloster und vollbrachte allerlei Wunder. So sagt es jedenfalls die Legende.
Aber wir paddeln weiter durch die Schlucht, passieren die Orte St Chély-du-Tarn und La Malène, um dann in den Felsen "Les Détroits" beeindruckende Ansichten der Schlucht zu genießen. Hier ragen die Felsen rechts und links viele Meter senkrecht aus dem Wasser empor. Aber bis hoch zur Kante der Schlucht ist es nochmals bedeutend höher.

So stellt sich eine interessante Frage:

Wie tief hat sich der Tarn n die Schlucht eingegraben?

A - 50-150 m

B - 200-300 m

C - 400-500 m

D - teilweise über 700 m

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

Wären es nur 50 bis 150 m, würden wir uns vielleicht über ein schönes Tal oder eine kleine Klamm freuen, aber wären sicher nicht so beeindruckt. Wer schon die bekanntere Ardècheschlucht besucht hat oder auch die Verdonschlucht, le Grand Canyon du Verdon der hat ganz besondere Schluchtlandschaften bestaunen können, beide ohne eine Straße ganz unten, nur kleine Pfade oder der Wasserweg führen dort hinein. Und während man von den Aussichtspunkten der Touristenstaße an der Ardèche 200 bis 300 m unter sich den Fluss sieht, sind es teilweise über 700 m in der Verdonschlucht.
Der Tarn liegt mit seinen 400 bis 500 m Höhenunterschiede zwischen den Kanten der Causse (Kalkhochflächen) und dem Flusslauf etwa zwischen den beiden bekannteren Schluchten.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Pas de SouciWenn die Felsen "Les Détroits" hinter einem liegen, man den Rocher du Champignon oben an der Straße gesehen hat, wird es Zeit in der Nähe der Bungee-Jumping-Stelle einen Platz zum Anlanden zu finden. Man könnte zwar noch einige hundert Meter weiter paddeln, vorbei an einem der besten Klettergebiete in Frankreich, aber dann kommt der Punkt, wo man wirklich ans Ufer muss, um die Boote hoch zur Straße zu schleppen, denn der Felssturz "Pas de Soucy" ist wirklich unfahrbar, weil das Wasser unter den Steinen verschwindet.
Etwas weiter - vor dem Ort Les Vignes kann man im Rückstau eines Wehres wieder einsetzen und den letzten Abschnitt der Tarnschlucht befahren, um in Le Rozier die Tour zu beenden. Hier beginnt sich das Tal zu weiten, der Tarn verlässt die Schlucht. Von der Quelle bis hierher hat der Tarn nun mehrer Gesteinsformationen passiert, Granit im Quellgebiet, Schiefer zwischen Florac und Ispagnac und dann die Kalkschlucht und das alles auf recht kurzer Strecke.

Was uns zur nächsten Frage bringt:

Wie weit ist der Tarn von der Quelle bis zum Schluchtende in Le Rozier unterwegs?

A - 50 km

B - 100 km

C - 150 km

D - 200 km

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Die ersten 16 km von der Quelle bis kurz vor dem Ort Le Pont de Montvert sind auch für Extrempaddler nicht fahrbar, aber dann ist es möglich die nächsten 20 km bei den richtigen Wasserständen mit speziellen Wildwasser-Kanus zu befahren, wobei von Kilometer zu Kilometer immer leichter wird. Aber Fehler darf man keine machen, denn die Straße ist meist weit weg vom Fluss. Ab der Mündung des Tarnon bei Florac wird es dann deutlich leichter und wenn man die Stromschnellen vor Ispagnac hinter sich gelassen hat, dürfen sich (bei moderaten Wasserständen) auch Anfänger*innen mit guter Führung auf den Tarn wagen. Es warten da 25 interessante Flusskilometer auf die Kanuten.
Ab Ste. Enimie wird's dann im Sommer ziemlich voll auf dem Fluss, denn die nächsten 20 km bis zum Pas de Soucy sind ganz in den Händen der Kanuvermieter und Sommertouristen.
Nach dem Pas de Souci warten dann nochmals 10 anspruchsvollere und landschaftlich reizvolle Kilometer. Er gibt von der Quelle bis zum Ausstieg an der Brücke von Le Rozier etwa 100 Kilometer.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Das Viadukt von MillauWenn man die Tarnschlucht hinter sich gelassen hat und dem Tarnverlauf folgt, durchfährt man eine immer noch sehr reizvolle Landschaft. Früher war dann aber mir der genusssvollen Fahrt etwa 15 Kilometer vor der nächsten größeren Stadt - Millau - Ende. Denn spätestens ab hier stand man jeden Sommer im Stau der Urlauber, die sich mühsam auf der Landstraße durch Millau zur Autobahn auf dem Causse du Larzac quälten, um von dort an die Strände am Mittelmeer zu gelangen.
Zum Glück wurde im Jahr 2004 das Viadukt von Millau fertig gestellt, einer Autobahnbrücke, die das Tal des Tarn überspannt und die Fahrt durch Millau unnötig gemacht hat. Egal ob von der Ferne oder direkt vom Ufer das Tarn aus blickend, diese Brücke ist ein höchst beeindruckendes Bauwerk.

Dazu unsere nächste Frage:

Was ist das Besondere an der Brücke?

A - Würde man Notre Dame de Paris an den Tarn stellen, wären die Spitzen der Türme so hoch wie die Fahrbahn.

B - Sie ist die längste Brücke der Welt.

C - Sie wurde staatlich finanziert und kann ohne Maut befahren werden.

D - Der höchste Stützpfeiler ist sogar etwas höher als der Eiffelturm.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

Das Viadukt de Millau ist bei weitem nicht die längste Brücke der Welt. Dieser Titel gebührt seit 2011 dem chinesischen Bauwerk: Große Brücke Danyang–Kunshan mit 164.800 Metern - dagegen nehmen sich die 2.460 m Gesamtlänge des Viaduktes von Millau eher bescheiden aus. Dennoch darf man die Brücke nicht kostenlos befahren, denn sie wurde von einer privaten Firma sowohl gebaut, als auch finanziert und diesem Unternehmen wurden für 75 Jahre die Mautrechte zugesichert. Bleibt zu hoffen, dass das Ding dann noch steht, ist ja schließlich hauptsächlich aus Beton gebaut.
Aber wenn schon nicht die längste, dann aber einer der höchsten Brücken - weltweit auf Rang 14 und Spitzenreiter in Europa, also viel höher als die Türme von Notre Dame-de-Paris, ja der höchste Pfeiler ist sogar etwas höher als der Eiffelturm.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

MündungDie Kanus haben wir ja schon längst vom Wasser genommen. Bis nach Millau wäre das noch reizvoll gewesen, dann beginnt eine Kette von Stauanlagen und macht das Kanufahren nahezu unmöglich. Bliebe noch die Frage zu klären, wo der Tarn eigentlich hinfließt. Denn Flüsse haben nicht nur Quellen, sondern auch eine Mündung, nachmal in einen anderen Fluss und manchmal direkt ins Meer. Wie sieht das beim Tarn aus?

Genau dies ist die nächste Frage:

Wie und in welches Meer mündet der Tarn?

A - Er ändert seine Fließrichtung bald nach Osten, mündet in die Rhône und dann ins Mittelmeer.

B - Er fließt weiterhin nach Süden und mündet nahe Montpellier ins Mittelmeer.

C - Er fließt eher in westliche Richtung und mündet in die Garonne und dann in den Atlantik.

D - Er fließt stetig in westlicher Richtung und mündet bei Bordeaux in den Atlantik.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Die Rhône mit ihren Nebenflüssen, die am Mont Lozère entspringen, transportiert ihr Wasser ins Mittelmeer, das tut auch der Hérault, der seine Quelle am Mont Aigoual hat. Der Tarn tut dies aber nicht, sondern er fließt überwiegend in westliche Richtung, also auf den Atlantik zu. Den erreicht er aber nicht selbst, sondern mündet vorher in die Garonne und mit dieser bei Bordeaux in den Atlantik. Das kleine Bild bei Frage 7 mit den Surfwellen hat das ja schon angedeutet.
Sollte man bei einem Ausflug auf den Mont Lozère oder Mont Aigoual seine Trinkflasche ausleeren wollen, hat man mit wenigen Metern nach Osten oder Westen die Chance zu bestimmen, ob der kalte Tee im einen oder anderen Meer landet (theoretisch zumindest), denn dort verläuft die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Atlantik.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Tarn auf KarteJetzt haben wir den Tarn auf seinen gesamten 350 km Länge von der Quelle bis zur Mündung kennen gelernt. Sehr große Städte durchfließt er nicht, aber Millau mit dem Viadukt und vor allem Albi wären durchaus einen Besuch wert. Leider liegen diese Orte doch recht weit von unseren Camps entfernt und für Tagesausflüge sind sie dann wohl doch nicht interessant genug, um die weite Fahrt auf sich zu nehmen.
Bleiben wir doch lieber näher bei den Camps, entdecken mit dem Kanu den Fluss und Teile der Schlucht. Oder wir nutzen eines der vielen weiteren Sportangebote aus dem Bereich Erlebnis- und Abenteuersport. Klettern, Canyoning, Klettersteig, Höhlentouren - hast du das schon mal gemacht. Weißt du was das ist?
Wenn ja, dann kannst du die Fragen dazu leicht beantworten, wenn nein, wollen wir uns im nächsten Teil der Quizreihe mal etwas intensiver mit den Sportangeboten rund um unsere Camps beschäftigen und haben dazu wieder sieben Fragen vorbereitet.

Abenteuersport beim DVA - mit Sicherheit was erleben!

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Hochachtung vor deinem Wissen über den Tarn
Teil richtig, teils falsch: Vielleicht haben wir dein Interesse geweckt, dir den Tarn auf Karten und in echt mal genauer anzuschauen.
Fast alles falsch: Kein Problem, komm mit ins Kanucamp und entdecke den Tarn.

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.