Quiz 2 – Der Tarn
Antwort 3 und Frage 4
Antwort Frage 3:
Zwar hat der Tourismus in der Tarnschlucht, die vorher sehr arm war, wie ein Wunder neue Einnahmequellen erschlossen, aber das hat nichts mit einer Hirtin namens Enimie zu tun. Auch der heiligen Johanna, der Jungfrau von Orléans, wollen wir ihren Titel als Nationalheilige nicht streitig machen. Und ob einer der Gegenpäpste, die eine zeitlang im Palais du Pape in Avignon residierten, eine Geliebte hatte, ist nicht unwahrscheinlich, aber es war sicher nicht die heilige Enimie, die Tochter des Merowingerkönigs Chlothar II., die 628 in Ste. Enmie starb.
Antwort A wäre also richtig gewesen.
Ihr Leben ist von Legenden umrankt, denn sie soll sehr schön gewesen sein und damit auf die Männerwelt sehr anziehend. Da sie sich aber als Braut Christi sah, soll der liebe Gott ihr am Abend vor der Hochzeit die entstellende Lebra gesandt haben. Jahre später bat sie um Heilung - ein Leben mit Lebra scheint dann doch nicht so toll gewesen zu sein, worauf hin sie von einem Engel den Tipp bekam, ein Bad in der Source de Burle (einer Quelle in Ste. Enmie) zu nehmen. Das heilte die Lebra, aber fatalerweise brach diese immer wieder aus, wenn Enimia den Ort verlassen wollte. So blieb sie dort, gründete ein Kloster und vollbrachte allerlei Wunder. So sagt es jedenfalls die Legende.
Aber wir paddeln weiter durch die Schlucht, passieren die Orte St Chély-du-Tarn und La Malène, um dann in den Felsen "Les Détroits" beeindruckende Ansichten der Schlucht zu genießen. Hier ragen die Felsen rechts und links viele Meter senkrecht aus dem Wasser empor. Aber bis hoch zur Kante der Schlucht ist es nochmals bedeutend höher.
So stellt sich eine interessante Frage:
Wie tief hat sich der Tarn n die Schlucht eingegraben?
A - 50-150 m
B - 200-300 m
C - 400-500 m
D - teilweise über 700 m





