Streifen Camps

Tarnquiz

Tarnquiz - Die Anreise

Einführung und Frage 1

 

In unserem ersten Quiz soll es bei den sieben Fragen um die Anreise zum Tarn gehen.
Dabei werden wir dir zur Beantwortung als kleine Hilfe immer vier Möglichkeiten anbieten. Drei davon sind frei erfunden, aber eine stimmt. Die musst du dann nur auswählen und auf weiter klicken.
Auf der Folgeseite klären wir das Rätsel dann auf und warten mit der nächsten Frage.
Vom Start bei dir bis zum Ziel am Tarn.

FrankreichkarteAber wo genau befinden sich die DVA-Kanucamps?
Wie kommt man da am besten hin?
Und ist das nicht furchtbar teuer und umweltschädlich?

Ja, leider sind Busreisen recht teuer geworden und auch wenn es moderne Busse sind, so verbrauchen sie dennoch eine Menge Treibstoff und belasten dadurch die Umwelt. Aber ein gut besetzter Reisebus ist aktuell von allen Verkehrsmitteln das geringste Übel.
Wir vom DVA haben uns dazu entschlossen die An- und Rückreise bei den Gruppen- und Schulfahrten im Rahmen einer Buskette zu organisieren. Das spart Kosten und schont die Umwelt - nebenbei ist so eine Busfahrt in der Gruppe auch lustig und man kann unterwegs einiges sehen und bestaunen.
Also los geht's in die Tarnschlucht.
Treffen wir uns also am Abfahrtsort in Deutschland, an deiner Schule, dem Gemeindehaus, dem großen Parkplatz oder wo immer ihr euch auch verabredet habt, steigen wir in den Bus ein und brechen zum Tarn auf.

Und keine Sorge, die Busfahrer kennen den Weg und fahren dich sicher durch die Nacht in Richtung ...
... äh, also klar ist nach Süden ...
... ähm, ja  und nach Frankreich ...
... aber äääh, wo genau ...

Und das ist unsere erste Quizfrage:

Wo genau liegt die Tarnschlucht?

A - Sie liegt südlich von Bordeaux nur 50 km vom Atlantik entfernt.

B - Sie hat sich nördlich von Marseille in die Seealpen eingegraben.

C - Sie liegt südwestlich von Lyon am Südrand des Massif central.

D - Sie befindet sich südlich von Toulouse am Fuß der Pyrenäen.

 

  

 


 

Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

Das Hinterland der Atlantikküste südlich von Bordeaux ist recht flach, dort kann sich kein Fluss eine 500 Meter tiefe Schlucht graben. Das sieht im Norden von Marseille in der Haut-Provence schon anders aus und nordöstlich von Marseille befindet sich mit dem Grand Canyon de Verdon eine Schlucht, die sogar noch steiler und tiefer ist als die Tarnschlucht. Aber Marseille liegt östlich des Rhônetals, der aber aber im Westen davon.
Allerdings ist Toulouse dann wieder zu weit im Westen und südlich davon befinden sich die Pyrenäen - dort kommt der Tarn nicht her.
Er entspringt im Zentralmassiv das sich im Südwesten von Lyon befindet.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Lyon

Wenn es Asterix und seinen Freund Obelix in Diensten des kleinen, gallischen Dorfes nach Süden ans Mittelmeer verschlagen hat, dann haben sie auf dem Weg sicher eine Rast mit leckerem Wildschweinbraten in Lugdunum eingelegt.
Auch wir müssen mit dem Reisebus auf dem Weg zum Tarn, durch diese Stadt oder um sie herum, nur dass sie mittlerweile Lyon heißt und in der Kernstadt mehr als eine halbe Million Einwohner zählt, was sie zur drittgrößten Stadt in Frankreich macht - nach Paris und Marseille.
Die Metropolregion Lyon  beheimatet allerdings über zwei Millionen Menschen und ist damit nach Paris die zweitgrößte Frankreichs.
Leider sehen wir bei der Busfahrt nur die Außenbereiche und weniger schönen Ecken von Lyon. Dabei sind die Altstadt und die Halbinsel wunderschön und sehr sehenswert.

Und dazu unsere zweite Frage:

Welche beiden Flüsse bilden in Lyon eine Halbinsel?

A - Saône und Rhône

B - Loire und Saône

C - Garonne und Loire

D - Rhône und Rhein

 

     

 


 

Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Die Rhône fließt durch Lyon und je nach dem welche Autobahn der Bus benutzt, fährt man direkt in Lyon an der Rhône entlang.
Der Rhein entspringt in der Schweiz, gar nicht mal so weit von der Rhônequelle entfernt und bildet über viele Kilometer den Grenzfluss zwischen Frankreich und Deutschland, aber er fließt ab den Alpen nach Norden und scheidet deshalb aus.
Die Garonne wiederum kommt aus den Pyrenäen und fließt im Südwesten Frankreich bis sie bei Bordeaux in der Gironde zusammen mit der Dordogne in den Atlantik mündet.
Bliebe noch die Saône, die aus Norden kommend in Lyon in die Rhône mündet und dabei eine Halbinsel bildet, die zusammen mit der Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

LZentralmassivassen wir nun aber die Großstadt und ihr weniger schönes Umland hinter uns und überqueren die Rhône südlich von Lyon, um ins Zentralmassiv zu gelangen.
Langsam steigt die Straße an und die Berge beginnen höher und höher zu werden.
Dabei werden wir durch sehr beeindruckende Landschaften kommen und langsam wird sich Bauweise und Bewuchs ändern, so dass wir im Süden des Massif central die Nähe des Mittelmeeres bereits erahnen können.
Wir müssen um an den Tarn zu gelangen, fast das komplette Mittelgebirge durchqueren.
Aber so groß kann es doch wohl nicht sein und überhaupt, Mittelgebirge das klingt so niedlich und zierlich, so gar nicht wie die majestätischen Alpen.
Da sollten wir uns nicht täuschen lassen. Das Zentralmassiv ist es ganz besonderes.

Und das ist die nächste Frage:

Was ist das Besondere am Zentralmassiv?

A - Es ist rein vulkanischen Ursprungs.

B - Es ist ein Gebirge das nur aus Granit besteht.

C - Es ist viel älter als die Alpen.

D - Seine Berge sind fast so hoch wie die der Alpen.

 

     

 


 

Das Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Das Zentralmassiv ist weder rein vulkanischen Ursprungs, noch besteht es nur aus Granit, aber man findet beides in diesem Gebirge, dazu aber auch Schiefer- und Kalkformationen. Und leider hat es auch keine Gipfel, die mit ihrer Höhe auch nur halbwegs an die Viertausender der Alpen heranreichen, denn der höchste, der Puy de Sancy ist gerade mal 1885 m hoch.
Aber das liegt zum großen Teil auch am hohen Alter des Massif central, da hatte die Erosion viele Jahrmillionen Zeit die Berge abzuhobeln, denn mit 350 Millionen Jahres ist es viel älter als die "jungen" Alpen mit ihren 30-35 Millionen Jahren.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

DoLe Puy-en-Velaych lasst uns erst mal weiter fahren, es ist nun schon früher Morgen und so können wir die nächste Stadt bewundern - Le Puy-en-Velay  - mit ihren sehenswerten spitzen Kegeln, die wirklich erstarrte Vulkanschlote sind und belegen, dass es im Zentralmassiv auch Vulkanismus gegeben hat. Auf dem kleineren Kegel thront eine kleine Kapelle, die nur über einen steilen Treppenaufstieg zu erreichen ist und am Fuß des größeren Kegels der mit einer roten Madonna gekrönt ist, befindet sich die Kathedrale von Le Puy.

Sicher wäre diese schöne Stadt einen Besuch wert, aber durch die neue Umgehungsstraße erhaschen wir nur einen kurzen Blick auf ihre Sehenswürdigkeiten. Wenn wir mehr sehen und erleben wollten, müssten wir schon dem Jakobsweg zu Fuß folgen, der durch Le Puy führt, dann könnten wir abends auch eine kulinarische Spezialität der Stadt und des Velay genießen.

Und dazu unsere nächste Frage:

Was ist die Spezialität aus Le Puy-en-Velay?

A - Der süße Aperitif-Wein: Muscat-du-Puy A.O.C.

B - Der berühmte Nougat aus Le Puy, eine Süßigkeit aus Honig und Mandeln

C - Die Spezialität Foie gras, also Gänseleberpastete

D - Die grüne Linse von Le Puy (La Lentille Verte du Puy A.O.C.)

 

     

 


 

Das Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

Frankreich ist nicht nur für seinen Champagner und seine Rotweine bekannt, sondern auch für seine süßen, schweren Weine, die oft als Aperitif, also vor dem Essen, getrunken werden. Dafür wachsen aber keine Trauben im viel zu hoch gelegenen Le Puy. Und auch Montelimar der Stadt des Nougats wollen wir ihre Spezialität nicht rauben.
Bliebe die Foie gras, doch alle Vegetarier und Veganer wird es erfreuen, die recht tierquälerisch erzeugte Gänseleberpastete - ein Leckerbisssen der Auvergne - kommt nicht aus Le Puy.
Aber die kleine, grüne Linse aus Le Puy ist nicht nur lecker, sondern etwas so Besonderes, dass sie sich sogar mit einer AOC, also einer Appellation d’Origine Contrôlée (kontrollierte Herkunftsbezeichnung in Frankreich und der Schweiz) schmücken darf, die das Produkt schützt.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

LLozèreeider liegt der schöne Ort nun schon länger hinter uns und wir haben einige Anstiege und Abfahrten bewältigt, so dass wir vor dem Ort Langogne den Allier überquerend endlich das Départment de la Lozère und damit die Region Okzitanien erreichen.
Nach der Reform der Regionen im Jahr 2016 entstand diese Region als flächenmäßig zweitgrößte Region mit über 5,6 Millionen Einwohnern, die einen großen Teil Südfrankreich umfasst.
Ihre 13 Départements sind kleinere Untereinheiten, die zur Zeit der französischen Revolution erstmals eingeteilt wurden. Aus damals 83 (zwischenzeitlich 130) Départements sind heute 101 geworden, wovon sich aber 5 in Übersee (Karibik, Südamerika und bei Madagaskar) befinden.
Ihr Namen erhielten die Departements meist nach geografischen Besonderheiten.

Was uns zur nächsten Frage bringt:

Was gibt dem Département de la Lozère seinen Namen?

A - Ein Fluss

B - Eine Stadt

C - Ein Weinbaugebiet

D - Ein Berg

 

     

 


 

Das Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Fast immer sind es Flüsse, die dem jeweiligen Departement den Namen geben, manchmal benennt ein Fluss sogar zwei Départements, wie etwa Rhin-Haut (Hochrhein) und Rhin-Bas (Niederrhein) im Elsass.
Einen Fluss namens Lozère gibt es aber nicht, genauso wenig eine Stadt und auch kein Weinanbaugebiet, von denen man doch so viele in Frankreich bekannt sind.
Aber es gibt einen Berg, den Mont Lozère mit seiner höchsten Erhebung, dem Sommet de Finiels (1.699 m). Dieser Berg ist Namensgeber unseres Ziel-Départements und an seinen Flanken entspringt auch der Tarn zu dessen Ufer es uns ja zieht.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

DoMendech bevor wir unser Ziel erreichen müssen wir erst noch über den Col de Pierre plantée, der mit seinen 1.264 m die höchsten Stelle unserer Fahrt in die Tarnschlucht markiert.
Nach einer langen Abfahrt überqueren wir den Lot und erreichen Mende, die Hauptstadt des Lozère. Und wer nun denkt, dass damit eine südfranzösische Großstadt gemeint ist, kann sogar aus dem Bus erkennen, dass dem nicht so ist.
Das ganze Département de la Lozère hat gerade mal 76.309 (Stand 2015) Einwohner und ist mit 14,8 Einwohnern pro km² das am dünnsten besiedelste Festlandsdépartement Frankreichs (zum Vergleich: Deutschland hat 232 Einw./km²), davon wohnen in Mende, dem Sitz der Préfècture 11.641 (Stand 2015) Menschen - nicht gerade viel für eine Hauptstadt.
Dabei hat Mende einiges zu bieten. Der mittelalterliche Stadtkern beheimatet eine wunderschöne, gotische Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert.
Aber vor allem sportlich kann Mende punkten und hat über Frankreich hinaus Bekanntheit erlangt.

Deshalb Sport als Thema unserer nächsten Frage:

Welches Sportereignis hat Mende international bekannt gemacht?

A - Das Stade de Mende war Austragungsort mehrere Spiele der Rugby-WM 2007

B - Mende war schon mehrfach Zielort einer Tour-de-France-Etappe

C - Das Handballteam des CH Mende spielte in der Handball-Champions-League

D - 2015 spielte Bayer Leverkusen in der UEFA Europa League gegen Racing Mende

 

     

 


 

Das Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

Die kleine Stadt Mende wurde schon zur sportlichsten Stadt Frankreichs gewählt und natürlich kann man hier auch die beliebten französischen Mannschaftssportarten Fußball, Handball und Rugby betreiben und das auf recht hohem Niveau, aber weder gab es ein UEFA Europa-League-Spiel, noch spielte das Handballteam von Mende in der Champions-League und leider wurde hier auch kein Ruby-WM-Spiel ausgetragen.
Aber wenn man ganz oben am Innenstadtring links mit dem Fahrrad abbiegt, wird man nur wenige hundert Meter später erleben müssen, wie schwer es ist, einen Anstieg mit teilweise über 15 %-Steigung zu befahren - und das auf fast 3 km Länge, denn erst dann wird es wieder flacher und kurz danach geht es leicht abwärts zum kleinen Flugplatz von Mende.
Genau diesen Anstieg und Zieleinlauf haben die Asse der Tour de France schon mehrfach erleben dürfen oder erleiden müssen. Und weil im Jahr 1995 der beliebte, französische Radprofi Laurent Jalabert am Nationalfeiertag diesen Anstieg als Schnellster bewältigte und den Sieg hollte, wurde ihm zu Ehren die Côte de la Croix-Neuve zur Montée Jalabert umbenannt.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

WCausseir müssen dort aber nicht hoch - vielleicht an einem anderen Tag, wenn wir vom Camp aus zum Klettersteig, der Via Ferrata de Mende wollen. Aber heute möchten wir ja schnellstens ins Camp, doch dazu müssen wir dennoch einen letzten Anstieg nehmen, der uns in einigen sehr engen Kurven aufs Causse Sauveterre führt.
Dieses überqueren wir in leichten Wellen bis zur Kante über der Tarnschlucht. Weit unter uns, fast 500 m tiefer, können wir nun den Tarn erkennen, wie er sich durch die Schlucht windet, während wir gegenüber aufs Causse Méjean blicken.
Causse, Causse, zweimal ist dieses Wort nun gefallen, aber es gibt nicht nur das Sauveterre rechts und das Méjean links vom Tarn, sondern weiter weg noch das Causse Noir und das Causse du Larzac sowie einige weitere.
Aber was soll dieses Wort überhaupt bedeuten?

Genau dies ist die nächste Frage:

Was bedeutet das Wort "Causse"?

A - Es ist das alte, okzitanische Wort für Bergrücken.

B - Es bezeichnet die Kalkhochflächen des südlichen Massif central.

C - Es steht für ein dichtes Waldgebiet, das sich auf hohen Flächen befindet.

D - Es kommt vom lateinischen "casus" (Fall) und bezeichnet leicht abfallende Hochfläche

 

     

 


 

Das Tarnquiz - Die Anreise

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Das Wort Causse stammt weder vom lateinischen Wort "casus", noch ist es ein altes französisches Wort für karge Landschaften. Allerdings sind die Causses meist sehr karg und alles andere als dichte Waldgebiete.
Das kommt daher, dass diese Hochflächen des südlichen Zentralmassivs aus Kalkgestein bestehen und somit kaum Wasser speichern können. Nur in wenigen Senken, wo sich fruchtbarer Boden gesammelt hat und das Wasser nicht gleich verschwindet, kann deshalb etwas angebaut werden.
Auch wenn in den letzten Jahrzehnten aufgeforstet wurde und die Landwirtschaft gefördert wird, die kargen Causses behalten ihren besonderen Reiz.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

BusankunftNach wenigen, allerdings reichlich kurvigen Kilometern in der Tarnschlucht, erreicht der Bus das kleine Dörfchen Blajoux - Ziel für alle die unser erstes Kanucamp am Tarn gebucht haben.
Nach dem Ausstieg fährt der Fahrservice des DVA das Gepäck auf den Platz, der direkt am Ufer des Flusses liegt. Während unsere Besucher die letzten 400 m zu Fuß in Angriff nehmen.

Alle, die Gäste in unserem zweiten Camp am Tarn sind, müssen noch einige Kilometer und ein paar Kurven länger im Bus bleiben, aber dann haben auch sie das Ziel erreicht und der Bus parkt am Chateau de Prades.
Auch hier kann der Bus nicht bis direkt ins Camp fahren, aber niemand muss sein Gepäck schleppen. Der Fußweg ist etwas länger und steiler als in Blajoux, doch er führt am Chateau vorbei, durch enge Gassen zur kleinen Kirche und dann ins Camp.

Herzlich willkommen!

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Hochachtung vor deiner Ortskenntnis
Teil richtig, teils falsch: Vielleicht haben wir dein Interesse geweckt, Frankreich und das Ziel Tarnschlucht besser kennen zu lernen.
Fast alles falsch: Kein Problem, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Reisen bildet.

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Aktivitäten mit dem DVA.

 

                                                  

 


Quiz 2 – Der Tarn

Einführung und Frage 1

 

Im zweiten Quiz wollen wir eine Fahrt den Tarn hinab wagen, aber nicht mit dem Kanu, sondern mit einem Ratespiel mit sieben Fragen und Antworten zum Fluss, an dem wir unsere Kanucamps aufgebaut haben.
Dabei werden wir dir wieder vier Möglichkeiten als kleine Hilfestellung anbieten. Drei davon sind frei erfunden, aber eine stimmt. Die musst du dann nur auswählen und auf weiter klicken.
Auf der Folgeseite klären wir das Rätsel dann auf und warten mit der nächsten Frage - von der Quelle bis zur Mündung.

Oberlauf TarnLass uns in einem unserer Kanucamps beginnen. Diese sind ja direkt am Flussufer aufgebaut, so dass es nie weit ist bis zum Wasser. Vielleicht weißt, du, dass man bei Flüssen mehrere Abschnitte unterscheidet.
Das Quellgebiet hoch oben in den Bergen, wo ein Fluss aus einer oder meist mehreren Quellen seinen Lauf beginnt. Der folgende Oberlauf weißt dann immer noch viel Gefälle und meist sehr tiefe Täler auf, entweder fließt der Fluss hier rasch und gleichmäßig oder er weißt einen steten Wechsel zwischen flotten und ruhigeren Abschnitten auf. Im Mittellauf hat das Gefälle dann deutlich nachgelassen und der Fluss windet sich durch die weiten Täler, mündet in einen größeren Fluss oder fließt weiter bis er sich letztlich im Mündungsgebiet ins Meer ergießt.


Und das ist unsere erste Quizfrage:

In welchem Abschnitt befinden sich unsere beiden Camps?

A - Im Quellgebiet

B – Im Oberlauf

C – Im Mittellauf

D – Im Mündungsgebiet

 

  

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

Sowohl Mittellauf, als auch Mündung des Tarn befinden sich noch einige Kilometer von unserem Camp flussabwärts. Und seine Quelle liegt recht hoch auf über 1600 m, dort wollen wir unsere Camps lieber nicht aufbauen, das wäre in manchen klaren Sommernächten vielleicht zu kalt zum Zelten. Aber der Oberlauf bietet neben dem leichten bis mäßig schweren Wildwasser fürs Kanufahren auch immer mal wieder ruhige Bereiche in denen sich teils tiefe Becken gebildet haben, die im Sommer zum Baden einladen.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Quelle Tarn

Wenn wir von unserem Camp ein wenig flussauf fahren, dann kommen wir bald in einen kleinen Talkessel, in dem das Dorf Ispagnac liegt. Hier können wir bei guten Wasserständen unsere Kanutouren starten, die uns dann zu den Camps führen. Weiter flussauf wird es dann schon schwerer für die Kanuten und zwischen Florac und der ersten möglichen Einsetzstelle gibt es schweres und schwerstes Wildwasser, weil sich der Tarn hier in vielen Stufen ins Tal stürzt. Und noch etwas aufwärts kommen wir dann zur Quelle.

Und damit auch zu unserer zweiten Frage:

Wo entspringt der Tarn?

A - Am Mont Lozère, der dem Département den Namen gibt

B - An der Nordseite des Mont Aigoual

C - An der Westflanke des Mont Ventoux

D - Er heißt so nach dem Zusammenfluss des Tarnon de Florac und des Tarnon de Bédouès

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Zwar gibt es einen Tarnon und der Mündet bei Florac auch in den Tarn, dieser hat seinen Namen aber ab der Quelle, die nicht am Mont Aigoual liegt. Von dort sieht man bei gutem Wetter bis zum Mittelmeer und das Wasser an seiner Nordseite läuft über Mimente und Tarnon auch in den Tarn, aber die Quelle liegt dort nicht.
Ganz falsch ist der Mont Ventoux, der Riese der Provence ist eine Sehnsuchtsziel vieler Rennradfahrer an, aber wie sein Beiname schon andeutet, liegt er in der Provence und damit auf der anderen Seite des Rhônetals.
Bleibt noch der Mont Lozère an dem es zwar nicht die eine Tarnquelle gibt, aber hier entspringen einige kleine Rinnsale, die sich dann zum Tarn vereinen.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Ste. EnimieSteigen wir wieder in unsere Kanus und paddeln wir vom Beginn der Tarnschlucht an Ispagnac vorbei von Stromschnelle zu Stromschnelle. Einige Kilometer nach unseren Camps erreichen wir das kleine Örtchen Ste. Enimie, das im Sommer zur Hauptstadt der Tarnschlucht wird.
Dass sich so viele Besucher dort aufhalten hat gute Gründe, denn direkt am großen Parkplatz am Flussufer kann man im Tarn baden, etwas erhöht gibt es Cafés und Eisdielen und der mittelalterliche Kern lohnt auch die Mühen, sich mal durch die kleinen Gässchen nach oben zu kämpfen.
Der Name deutet darauf hin, dass es sich bei der Namesgeberin um eine Heilige gehandelt haben muss, aber wer war die Sainte Enimie?

© Bild: Joa­chim Schä­fer - Öku­me­ni­sches Hei­li­gen­le­xi­kon

 

Und das ist die nächste Frage:

Wer war die Heilige Enimia?

A - Eine merowingische Prinzessin im 6. Jahrhundert.

B - Die Geliebte des Gegenpapstes in Avignon.

C - Die französische Nationalheilige.

D - Eine einfache Schafhirtin, die angeblich Wunder im Tarntal bewirkte.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Zwar hat der Tourismus in der Tarnschlucht, die vorher sehr arm war, wie ein Wunder neue Einnahmequellen erschlossen, aber das hat nichts mit einer Hirtin namens Enimie zu tun.  Auch der heiligen Johanna, der Jungfrau von Orléans, wollen wir ihren Titel als Nationalheilige nicht streitig machen. Und ob einer der Gegenpäpste, die eine zeitlang im Palais du Pape in Avignon residierten, eine Geliebte hatte, ist nicht unwahrscheinlich, aber es war sicher nicht die heilige Enimie, die Tochter des Merowingerkönigs Chlothar II., die 628 in Ste. Enmie starb.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Blick in die TarnschluchtIhr Leben ist von Legenden umrankt, denn sie soll sehr schön gewesen sein und damit auf die Männerwelt sehr anziehend. Da sie sich aber als Braut Christi sah, soll der liebe Gott ihr am Abend vor der Hochzeit die entstellende Lebra gesandt haben. Jahre später bat sie um Heilung - ein Leben mit Lebra scheint dann doch nicht so toll gewesen zu sein, worauf hin sie von einem Engel den Tipp bekam, ein Bad in der Source de Burle (einer Quelle in Ste. Enmie) zu nehmen. Das heilte die Lebra, aber fatalerweise brach diese immer wieder aus, wenn Enimia den Ort verlassen wollte. So blieb sie dort, gründete ein Kloster und vollbrachte allerlei Wunder. So sagt es jedenfalls die Legende.
Aber wir paddeln weiter durch die Schlucht, passieren die Orte St Chély-du-Tarn und La Malène, um dann in den Felsen "Les Détroits" beeindruckende Ansichten der Schlucht zu genießen. Hier ragen die Felsen rechts und links viele Meter senkrecht aus dem Wasser empor. Aber bis hoch zur Kante der Schlucht ist es nochmals bedeutend höher.

So stellt sich eine interessante Frage:

Wie tief hat sich der Tarn n die Schlucht eingegraben?

A - 50-150 m

B - 200-300 m

C - 400-500 m

D - teilweise über 700 m

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

Wären es nur 50 bis 150 m, würden wir uns vielleicht über ein schönes Tal oder eine kleine Klamm freuen, aber wären sicher nicht so beeindruckt. Wer schon die bekanntere Ardècheschlucht besucht hat oder auch die Verdonschlucht, le Grand Canyon du Verdon der hat ganz besondere Schluchtlandschaften bestaunen können, beide ohne eine Straße ganz unten, nur kleine Pfade oder der Wasserweg führen dort hinein. Und während man von den Aussichtspunkten der Touristenstaße an der Ardèche 200 bis 300 m unter sich den Fluss sieht, sind es teilweise über 700 m in der Verdonschlucht.
Der Tarn liegt mit seinen 400 bis 500 m Höhenunterschiede zwischen den Kanten der Causse (Kalkhochflächen) und dem Flusslauf etwa zwischen den beiden bekannteren Schluchten.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Pas de SouciWenn die Felsen "Les Détroits" hinter einem liegen, man den Rocher du Champignon oben an der Straße gesehen hat, wird es Zeit in der Nähe der Bungee-Jumping-Stelle einen Platz zum Anlanden zu finden. Man könnte zwar noch einige hundert Meter weiter paddeln, vorbei an einem der besten Klettergebiete in Frankreich, aber dann kommt der Punkt, wo man wirklich ans Ufer muss, um die Boote hoch zur Straße zu schleppen, denn der Felssturz "Pas de Soucy" ist wirklich unfahrbar, weil das Wasser unter den Steinen verschwindet.
Etwas weiter - vor dem Ort Les Vignes kann man im Rückstau eines Wehres wieder einsetzen und den letzten Abschnitt der Tarnschlucht befahren, um in Le Rozier die Tour zu beenden. Hier beginnt sich das Tal zu weiten, der Tarn verlässt die Schlucht. Von der Quelle bis hierher hat der Tarn nun mehrer Gesteinsformationen passiert, Granit im Quellgebiet, Schiefer zwischen Florac und Ispagnac und dann die Kalkschlucht und das alles auf recht kurzer Strecke.

Was uns zur nächsten Frage bringt:

Wie weit ist der Tarn von der Quelle bis zum Schluchtende in Le Rozier unterwegs?

A - 50 km

B - 100 km

C - 150 km

D - 200 km

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Die ersten 16 km von der Quelle bis kurz vor dem Ort Le Pont de Montvert sind auch für Extrempaddler nicht fahrbar, aber dann ist es möglich die nächsten 20 km bei den richtigen Wasserständen mit speziellen Wildwasser-Kanus zu befahren, wobei von Kilometer zu Kilometer immer leichter wird. Aber Fehler darf man keine machen, denn die Straße ist meist weit weg vom Fluss. Ab der Mündung des Tarnon bei Florac wird es dann deutlich leichter und wenn man die Stromschnellen vor Ispagnac hinter sich gelassen hat, dürfen sich (bei moderaten Wasserständen) auch Anfänger*innen mit guter Führung auf den Tarn wagen. Es warten da 25 interessante Flusskilometer auf die Kanuten.
Ab Ste. Enimie wird's dann im Sommer ziemlich voll auf dem Fluss, denn die nächsten 20 km bis zum Pas de Soucy sind ganz in den Händen der Kanuvermieter und Sommertouristen.
Nach dem Pas de Souci warten dann nochmals 10 anspruchsvollere und landschaftlich reizvolle Kilometer. Er gibt von der Quelle bis zum Ausstieg an der Brücke von Le Rozier etwa 100 Kilometer.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Das Viadukt von MillauWenn man die Tarnschlucht hinter sich gelassen hat und dem Tarnverlauf folgt, durchfährt man eine immer noch sehr reizvolle Landschaft. Früher war dann aber mir der genusssvollen Fahrt etwa 15 Kilometer vor der nächsten größeren Stadt - Millau - Ende. Denn spätestens ab hier stand man jeden Sommer im Stau der Urlauber, die sich mühsam auf der Landstraße durch Millau zur Autobahn auf dem Causse du Larzac quälten, um von dort an die Strände am Mittelmeer zu gelangen.
Zum Glück wurde im Jahr 2004 das Viadukt von Millau fertig gestellt, einer Autobahnbrücke, die das Tal des Tarn überspannt und die Fahrt durch Millau unnötig gemacht hat. Egal ob von der Ferne oder direkt vom Ufer das Tarn aus blickend, diese Brücke ist ein höchst beeindruckendes Bauwerk.

Dazu unsere nächste Frage:

Was ist das Besondere an der Brücke?

A - Würde man Notre Dame de Paris an den Tarn stellen, wären die Spitzen der Türme so hoch wie die Fahrbahn.

B - Sie ist die längste Brücke der Welt.

C - Sie wurde staatlich finanziert und kann ohne Maut befahren werden.

D - Der höchste Stützpfeiler ist sogar etwas höher als der Eiffelturm.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

Das Viadukt de Millau ist bei weitem nicht die längste Brücke der Welt. Dieser Titel gebührt seit 2011 dem chinesischen Bauwerk: Große Brücke Danyang–Kunshan mit 164.800 Metern - dagegen nehmen sich die 2.460 m Gesamtlänge des Viaduktes von Millau eher bescheiden aus. Dennoch darf man die Brücke nicht kostenlos befahren, denn sie wurde von einer privaten Firma sowohl gebaut, als auch finanziert und diesem Unternehmen wurden für 75 Jahre die Mautrechte zugesichert. Bleibt zu hoffen, dass das Ding dann noch steht, ist ja schließlich hauptsächlich aus Beton gebaut.
Aber wenn schon nicht die längste, dann aber einer der höchsten Brücken - weltweit auf Rang 14 und Spitzenreiter in Europa, also viel höher als die Türme von Notre Dame-de-Paris, ja der höchste Pfeiler ist sogar etwas höher als der Eiffelturm.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

MündungDie Kanus haben wir ja schon längst vom Wasser genommen. Bis nach Millau wäre das noch reizvoll gewesen, dann beginnt eine Kette von Stauanlagen und macht das Kanufahren nahezu unmöglich. Bliebe noch die Frage zu klären, wo der Tarn eigentlich hinfließt. Denn Flüsse haben nicht nur Quellen, sondern auch eine Mündung, nachmal in einen anderen Fluss und manchmal direkt ins Meer. Wie sieht das beim Tarn aus?

Genau dies ist die nächste Frage:

Wie und in welches Meer mündet der Tarn?

A - Er ändert seine Fließrichtung bald nach Osten, mündet in die Rhône und dann ins Mittelmeer.

B - Er fließt weiterhin nach Süden und mündet nahe Montpellier ins Mittelmeer.

C - Er fließt eher in westliche Richtung und mündet in die Garonne und dann in den Atlantik.

D - Er fließt stetig in westlicher Richtung und mündet bei Bordeaux in den Atlantik.

 

     

 


 

Quiz 2 – Der Tarn

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Die Rhône mit ihren Nebenflüssen, die am Mont Lozère entspringen, transportiert ihr Wasser ins Mittelmeer, das tut auch der Hérault, der seine Quelle am Mont Aigoual hat. Der Tarn tut dies aber nicht, sondern er fließt überwiegend in westliche Richtung, also auf den Atlantik zu. Den erreicht er aber nicht selbst, sondern mündet vorher in die Garonne und mit dieser bei Bordeaux in den Atlantik. Das kleine Bild bei Frage 7 mit den Surfwellen hat das ja schon angedeutet.
Sollte man bei einem Ausflug auf den Mont Lozère oder Mont Aigoual seine Trinkflasche ausleeren wollen, hat man mit wenigen Metern nach Osten oder Westen die Chance zu bestimmen, ob der kalte Tee im einen oder anderen Meer landet (theoretisch zumindest), denn dort verläuft die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Atlantik.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Tarn auf KarteJetzt haben wir den Tarn auf seinen gesamten 350 km Länge von der Quelle bis zur Mündung kennen gelernt. Sehr große Städte durchfließt er nicht, aber Millau mit dem Viadukt und vor allem Albi wären durchaus einen Besuch wert. Leider liegen diese Orte doch recht weit von unseren Camps entfernt und für Tagesausflüge sind sie dann wohl doch nicht interessant genug, um die weite Fahrt auf sich zu nehmen.
Bleiben wir doch lieber näher bei den Camps, entdecken mit dem Kanu den Fluss und Teile der Schlucht. Oder wir nutzen eines der vielen weiteren Sportangebote aus dem Bereich Erlebnis- und Abenteuersport. Klettern, Canyoning, Klettersteig, Höhlentouren - hast du das schon mal gemacht. Weißt du was das ist?
Wenn ja, dann kannst du die Fragen dazu leicht beantworten, wenn nein, wollen wir uns im nächsten Teil der Quizreihe mal etwas intensiver mit den Sportangeboten rund um unsere Camps beschäftigen und haben dazu wieder sieben Fragen vorbereitet.

Abenteuersport beim DVA - mit Sicherheit was erleben!

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Hochachtung vor deinem Wissen über den Tarn
Teil richtig, teils falsch: Vielleicht haben wir dein Interesse geweckt, dir den Tarn auf Karten und in echt mal genauer anzuschauen.
Fast alles falsch: Kein Problem, komm mit ins Kanucamp und entdecke den Tarn.

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.

 

                                                  

 


Quiz 3 - Sport vor Ort

Einführung und Frage 1

 

Nach dem wir im ersten Quiz zum Tarn gereist sind und diesem im nächsten Quiz mal unter die Lupe genommen haben, soll es bei den folgenden Fragen um die Sportmöglichkeiten rund um unsere Camps gehen. Natürlich kann man in den Camps die klassischen Ballspiele betreiben, egal ob Tischtennis oder Volleyball und zumindest auch ein wenig Fußball. Daneben haben wir Bögen angeschafft, so dass man unter Anleitung sich auch diesem Sport widmen kann.
Aber im Folgenden soll es um Erlebnissport gehen. Manche der ;Möglichkeiten sind zu Fuß zu erreichen, andere müssen leider mit dem Kleinbus angefahren werden.

ErlebnisseAber sind das für Erlebnis - oder Abenteuersportarten?
Bei uns handelt es sich ausnahmslos um Natursport, also Sportarten, die in der freien Natur ausgeübt werden und bei denen Naturerlebnis eine große Rolle spielt. Damit möchten wir auch gerne einen Beitrag zum Naturschutz leisten, denn nur wer die Natur kennt und als schützenswert erlebt, wird sich auch für deren Schutz einsetzen - auch, wenn dies persönliche Opfer und Einschränkungen bedeutet.

Dies haben wir stets im Hinterkopf, wenn wir mit dem Kanu unterwegs sind, zum Klettern, Abseilen oder zu Klettersteigen fahren und auch wenn wir uns in die Welt unter der Oberfläche, einer der vielen Höhlensysteme am Tarn begeben. Dabei haben wir tolle Erlebnisse und bestehen Abenteuer immer nach dem DVA-Motto: Mit Sicherheit was erleben!

Dazu unsere erste Quizfrage:

Was unterscheidet Erlebnisse von Abenteuern?

A - Erlebnisse hat man in Gruppen, Abenteuer erlebt man alleine.

B - Früher brach man zu Abenteuern auf, heute hat man Erlebnisse.

C - Im Gegensatz zu Erlebnissen haben Abenteuer einen offenen Ausgang.

D - Erlebnisse sind pädagogische Spiele, Abenteuer das richtige Leben.

 

  

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

Befragen wir dazu doch einfach mal Frau und Herrn Wikipedia:
Bei Erlebnis lesen wir dort (etwas verkürzt): "Das Erlebnis ist ein Ereignis, das sich vom Alltag des Erlebenden so sehr unterscheidet, dass es ihm lange im Gedächtnis bleibt. Erlebnisse können befriedigender, aufregender oder traumatisierender Natur sein.
Zu Abenteuer lesen wir (auch zusammen gefasst): "Es geht um das Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas Wagnishaltiges zu unternehmen, das interessant, faszinierend oder auch gefährlich zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist."
In diesem Sinne betreiben wir eher Erlebnissport, denn der Ausgang bei unseren Aktionen ist nicht offen, sondern wir bringen euch sicher zurück.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Klettersteig

Doch lasst uns nun wirklich zum ersten "Abenteuer" aufbrechen. Rund ums Camp gibt es mittlerweile einige Klettersteige. In Rousses freuen sich Anfänger und auch Kinder, dass der Klettersteig nicht zu schwer ist und dazu noch einen Pausenplatz mit Bademöglichkeit bietet. Hoch über La Canourgue kann man wie eine Spinne im Netz klettern, in Liaucous über den Klettersteig ein Gipfelkreuz erreichen und in Florac kann man sich hoch über dem Tal so richtig "die Arme lang machen".
Dann gäbe es auch etwas weiter entfernt noch Möglichkeiten und ab 2021 verfügt der DVA über einen eigenen kleinen Klettersteig in der Nähe von Quèsac.
Natürlich geht es bei den Klettersteigen rund um den Tarn nicht darum einen Gipfel auch für Nicht-Kletterer erreichbar zu machen, wie das der Ursprungsgedanke der Klettersteige in den Alpen war, aber spannend und auch anstrengend ist es alle mal.

Unsere Frage zum Thema lautet:

Wie nennt der Franzose und die Französin einen Klettersteig?

A - Via Corda

B - Via Ferrata

C - Parcours d'aventure

D - Voie d'escalade

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Die beiden Ausdrücke Parcours d'aventure und voie d'escalde sind der französischer Sprache entnommen, meinen aber etwas anderes als Klettersteig, nämlich abenteuerlicher Hinderniskurs und Kletterroute. Das ist nahe dran, aber doch nicht korrekt.
Aber mitunter übernimmt man auch in Frankreich mal Ausdrücke aus einer anderen Sprache. Hier sind es das italienische Worte. Wobei Via Corda als Seilweg und Via Ferrata als Eisenweg übersetzt werden könnte. Damit ist die Antwort klar, denn die Sicherungen in einem Klettersteig, einer Via Ferrata, sind dicke Drahtseile, die am Fels befestigt sind und an denen wir uns mit unseren Klettersteigsets sichern können.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

KletternNun ist mit dem Ausdruck Voie d'escalade schon die Brücke zur nächsten Sportart geschlagen, die wir mit euch durchführen können: das Klettern.
Ganz nahe beim Camp in Blajoux gibt es einen kleinen Felsen in den 4 Kletterrouten eingebohrt sind. Das bedeutet, dass es dort Ringe gibt, in die die Kletternden ihre Sicherungskarabiner einhaken können. Nur leider sind alle Routen für Anfänger etwas schwer. Deshalb fahren wir lieber etwas weiter weg und nutzen die Möglichkeiten an den Felsen bei Pauparelle.
Doch auch beim Klettern wird es 2021 eine neue Möglichkeit im Abenteuerpark des DVA geben und natürlich steht euch jederzeit der Kletterturm in Blajoux zur Verfügung.


Bei der nächsten Frage geht es erneut um einen Fachbegriff:

Was ist mit Toprobe-Klettern gemeint?

A - Es werden dabei nur Seile bester Qualität verwendet.

B - Das Seil liegt oben auf dem Fels und kann in Notfällen genutzt werden.

C - Das Sicherungsseil kommt von oben zur/m Kletternden.

D - Die/der erste Kletterer*in bringt das Seil nach oben.

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Wie schon mehrfach erwähnt, steht bei uns Sicherheit an erster Stelle. Deshalb ist es keine Frage, dass wir nur Seile verwenden die getestet sind und alle Normen erfüllen. Das sind sicher top! Seile, daher kommt aber nicht der Begriff.
Es wäre Unsinn sich ein Seil nur mal zur Not irgendwohin zu legen , egal ob oben oder unten und es sollte auch nicht von der ersten Kletterin nach oben gebracht werden. Aber das nähert sich der wahren Erklärung wenigstens schon an.
Klettert man im Vorstieg, so ist man ins Seil eingebunden, die/der Sichernde steht aber unten. Der Kletterer ist immer erst dann gesichert, wenn der erste Karabiner in einer Zwischensicherung eingeklinkt ist. Danach klettert man weiter über die Sicherung hinaus und würde immer einige Meter fallen, bis das Seil sich strafft und der Sturz gebremst ist.
Bei Toprobe-Klettern ist das Seil bereits am höchsten Punkt durch eine Sicherung geführt und kommt von oben zu den Kletternden. Jeder Sturz wird also sofort gestoppt, hohe Energien entstehen nicht, das Verletzungsrisiko ist absolut minimal - mehr als ein kleiner Kratzer am Fels kann nicht passieren.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

AbseilenNach dieser langen Antwort gehen wir flott zum nächsten Thema: das Abseilen.
Eigentlich ist das Abseilen eine notwendige Übung beim alpinen Klettern, um wieder auf schnellstem Weg ins Tal zu kommen. Bei Höhlentouren ist es manchmal die einzige Möglichkeit in eine tiefer gelegene Halle zu kommen. Wir haben daraus eine eigene Aktivität gemacht, denn Abseilen macht einfach unheimlich viel Spaß. Man genießt die Aussicht und Höhe - na ja, zumindest, wenn die anfängliche Unsicherheit überwunden ist und man kann Gebiete entdecken, die sonst verschlossen wären - wie etwa den Trockencanyon bei Montbrun.

Und dazu eine Schätzfrage:

Wie hoch ist die Abseilstelle bei der DVA-Aktion "Großer Abseilfels"?

A - 12 Meter

B - 16 Meter

C - 25 Meter

D - 35 Meter

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

In der Abseilhöhle ist die erste Abseilstelle 12 Meter lang. Etwas länger kann man sich am "kleinen Abseilfelsen" bei Blajoux abseilen, dort geht es 16 Meter in die Tiefe. Im Abseilparcours bei Montbrun gibt es mehrere Abseilstellen, wovon die höchste 25 Meter lang ist.
Bleibt der "Große Abseilfels": Hier geht es wirklich 35 Meter in die Tiefe und das Atemberaubende daran ist, dass man das schmale Felsband auf dem die Abseilerei endet von oben gar nicht sieht. Dafür geht der Blick ca. 100 Höhenmeter zum Tarn nach unten. Und dazu hat man einen tollen Blick auf das Bergdörfchen Montbrun und ein Teil der Abseilerei geschieht freihängend ohne Felskontakt. Ein tolles Erlebnis!

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

CanyoningAbseilen spielt mitunter auch bei einer anderen Sportart eine Rolle, die in der Nähe unserer Camps betrieben werden kann, dem Canyoning. Dabei geht es darum einen steilen, meist kaum zugänglichen Wasserlauf von oben nach unten zu bewältigen. Dabei wird abgeseilt, abgeklettert, gesprungen (siehe Bild), gerutscht, geschwommen und in manchen Schluchten sogar getaucht. Dass das ales nicht ganz ungefährlich ist, versteht sich von selbst. Deshalb sei allen, die nicht über fundierte Kentnisse in Seiltechniken, Wildwasswertechnik, Wetterkunde und hohe Ortskenntnisse verfügen davon abgeraten es auf eigene Faust mal zu probieren.
Aber beim DVA kann man es unter sachkundiger Führung des eigenen Übungsleiters oder eines französischen Guide in den gut erschlossenen Gorges du Tapoul einmal ausprobieren.
Dass Naturschutz auch beim Canyoning eine wichtige Rolle spielen muss, versteht sich von selbst.

Die Frage zum Thema "Schluchtengehen" lautet:

Wann und wo etablierte sich das Canyoning als Erlebnissportart?

A - Ende der 1990-er Jahre in Spanien und Südfrankreich

B - Bereits in den 60-er Jahren im Alpenraum

C - 1975 mit der Erstbegehung der Nowhere-Gorges in Neuseeland

D - Es stammt wie viele Trendsportarten aus den USA (ab 1980)

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Es stimmt zwar, dass vieles - auch Trendsportarten - aus den USA zu uns nach Europa gekommen ist, beim Canyoneering (so wird es dort genannt) ist es aber nicht. Auch Neuseeland ist sicher ein Kandidat für die Einführung von verrückten Aktivitäten, dort wurde das Bungee-Jumping sehr früh kommerziell angeboten, die Nowhere-Gorges ist aber erfunden - genauso wie die Behauptung, das Canyoning stamme aus Neuseeland. Da es eine alpine Sportart ist, blieben als nächster Kandidat natürlich die Alpen als Entstehungsort. Aber auch das ist falsch. Auch wenn mittlerweile weltweit Schluchten begangen werden und schon früher einzelne Sportler sich durch Schluchten talwärts gekämpft haben, darf man sagen, dass sich das Canyoning erst Ende der 1990-er Jahre in Spanien und Südfrankreich als Erlebnissport etabliert hat.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

KanufahrenWenn man statt am Ende der Canyoningstrecke auf dem Bach zu steigen, dem Lauf des Tapoul weiter folgt, dann mündet er in den Tarnon und wird bald für sehr gute und erfahrene Kanuten fahrbar. Mit speziellen Wildwasser-Kanus stürzen sich die Mutigen nach unten. Dabei werden dann auch kleine (und von den Cracks auch große) Wasserfälle befahren und schwierige Passagen zwischen Steinhindernissen gemeistert. Ab Rousses, dem Startort des Shuttle-Busses fürs Canynoning wird der Tarnon dann etwas leichter und ist bei guten Wasserständen (im Frühjahr und Herbst) auch normal sterbliche Wildwasserkanuten fahrbar. Aber noch immer ist er dort nicht für Befahrungen mit offenen Kanus geeignet, wie wir sie für Touren bei unseren Camps einsetzen, denn zu schnell würden die Wellen die Boote füllen und damit unbeherrschbar machen.
Im deutschen Sprachraum gilt Kanu als Überbegriff man unterscheidet dann in Kajak und Canadier. In unseren Camps haben wir Kajaks zum Üben und Spielen, aber für die Kanutouren nutzen wir den Bootstyp Canadier?

Das bringt uns zur nächsten Frage:

Wie kann man einen Canadier treffend beschreiben?

A - Canadier sind geschlossene Boote und werden mit Doppelpaddeln gefahren.

B - Der Canadier ist das typische Einsitzer-Kanu.

C - Ganz im Norden Kanadas wurde dieser Bootstyp von den Iniut erfunden.

D - Der Bootstyp ist offen und wird mit Stechpaddeln gefahren.

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

"Na, wer hat's erfunden?" - mit Sicherheit nicht die Schweitzer, die sind für Käse und Kräuterbonbons zuständig. Man schreibt die Erfindung den Indianern Nordamerikas zu, aber die Inuit gelten als die Erfinder der Kajaks. Diese waren Einsitzer und hatten eine geschlossene Bauweise, die nach Kenterungen die sogenannte Eskimorolle erlaubten, was beim Paddeln im eiskalten Wasser überlebensnotwendig war.
Dagegen wird der Bootstyp Canadier überwiegend als Mehrsitzer gebaut, bis hin zu großen Mannschaftscanadiern, die einem halben Kanuverein Platz bieten (zumindest einem kleinen Kanuverein). Natürlich gibt es immer Miasch- und Sonderformen, aber Canadier haben meist eine offene Bauweise und werden mit Paddeln mit Griff und nur einem Paddelblatt, den sogenannten Stechpaddeln gefahren.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

HöhlentourNun wird es aber Zeit, dass wir uns mit der letzten Frage eine Aktivität zuwenden, die nicht als Sportart bezeichnet werden sollte, auch wenn sie körperlich extrem anstrengend sein kann. Es geht bei den Höhlentouren, die wir mit euch durchführen nicht darum schneller, höher, weiter oder sonstwie zu gewinnen, sondern eher um Teamarbeit und gemeinsames Erleben einer ganz eigenen Welt: Höhlen.
Dabei wird es auch mal eng und schmutzig ist es meist auch noch. Aber keine Sorge ihr seid bei unseren Touren gut ausgestattet, dem Kopfschutz dient ein Helm. An diesem ist eine Stirnlampe angebracht, damit wir auch alles erkennen können und die eigene Klamotten (bitte auch im Sommer immer lange Kleidung tragen, denn in den Höhlen ist es kühl) sind durch den Schlaz - so nennt man die Höhlenanzüge - bestens geschützt.
So gehen wir auf Forschungstour in die Welt unter der Erde.

Unsere letzte Frage lautet:

Wie nennt man die Wissenschaft der Höhlenforschung?

A - Klaustrophobie

B - Cavoologie

C - Paläontologie

D - Speläologie

 

     

 


 

Quiz 3 - Sport vor Ort

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Eine Phobie ist eine Angst, keine Wissenschaft. Es ist zwar mitunter wirklich eng in den Höhlen, die wir mit unseren Gästen befahren und so kommen Menschen, die unter Klaustrophobie leiden an ihre Grenzen, aber das war nicht die gesuchte Antwort. Der nachgestellte Wortteil "logie" kommt aus dem Altgrieschichen und bedeutet Lehre oder Wisssenschaft. Damit sind wir einen Schritt weiter. Der Wortteil "cavo" ist lateinisch und bedeutet aushöhlen. Die altgriechisch-lateinisch Wortschöpfung ist allerdings eine Eigenkreation, wie kundige Altsprachler*innen sicher sofort erkannt haben. Paläontologen - die gibt es wirklich - mit in eine Höhle zu nehmen, könnte nützlich sein, wenn es darin Fossilien zu finden gibt, denn darüber wissen diese Wissenschaftler*innen bescheid. Aber die eigentliche Höhlenforschung wird Speläologie genannt, ist eine Kombination verschiedener Wissenschaften und wird überwiegend von Hobbyforschern betrieben. Dazu zählen wir - wie der ehemalige Vorsitzende des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. richtig und kritisch angemerkt hat - natürlich nicht. Wir machen Höhlentouren, neudeutsch auch Caving genannt und nehmen euch - mit aller Vorsicht und Achtung der Welt unter Tage - geren dazu mit.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

Sport mit KidsSo jetzt haben wir viele, sicher sehr interessante Sportarten und Aktivitäten vorgestellt, die wir mit euch durchführen können. Natürlich bietet der Tarn noch einiges mehr, was im Quiz keinen Einzug gefunden hat, aber in unserem Aktivitäten-ABC gibt es viele weitere Informationen und in der Mediathek der Camps ein paar Filmchen und viele Bilder. Lasst euch animieren!
Bleibt mir noch auf eine ganz wichtige Sache hinzuweisen:
Es ist uns bewusst, dass wir unsere Aktivitäten in Naturräumen durchführen, die besonderen Schutzes bedürfen. Wir versuchen deshalb entsprechend vorsichtig vorzugehen und unsere Teilnehmer*innen auf naturbewusstes und naturschützendes Verhalten zu verpflichten. Vielleicht gelingt es uns Begeisterung für Naturerleben zu wecken - "Abenteuersportler*innen for future".
Aber das Wichtgste ist, dass ihr euch bei allen Erlebnissen mit dem DVA sicher sein könnt, dass ihr mit gutem Material ausgestattet seid und von kompenten Übungsleiter*innen betreut werdet.

Mit Sicherheit was erleben!

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Hochachtung vor deinem Wissen über den Erlebnissport.
Teil richtig, teils falsch: Komm doch einfach mit uns auf Tour, dann wirst du alles besser kennen lernen.
Fast alles falsch: Kein Problem, Sport und Bewegung sind nicht nur gesund, sie aktivieren auch die grauen Zellen.

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.

 

                                                  


Quiz 4 - Geschichte

Einführung und Frage 1

 

Im vorherigen Quiz haben wir uns dem Sport und körperlicher Aktivität gewidmet, wenden wir uns im folgenden Quiz den geistigen Dingen zu und beschäftigen wir uns ein wenig mit der Geschichte der Tarnschlucht. Oje, höre ich da eine sagen , jetzt wird's langweilig und viele fühlen sich vielleicht an den Geschichtslehrer in der Schule erinnert, dem es völlig egal war, ob es jemand interessiert oder nicht, wenn er von Herrschern und Kriegen gespickt mit vielen Namen von Orten und Daten von Ereignissen schwadroniert hat. Aber möglicherweise könnte es ja doch den einen oder die andere interessieren, wie das früher so war in der Tarnschlucht.

CevennenBeginnen wir also ganz am Anfang vor den Zeiten als Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer ihr Unwesen trieben. Die Tarnschlucht gehört zu den Cevennen, die wiederum ein Teil des Zentralmassivs sind. Wer das Quiz 1 bereits gemacht hat, erinnert sich vielleicht, dass dieses Gebirge wesentlich älter ist als die Alpen und vor etwas 350 Millionen Jahren entstanden ist und mittlerweile sein Aussehen durch Erosion gewaltig verändert hat. Die tiefen Täler und Schluchten im südlichen Teil des Massif central haben sich in die Kalkflächen eingeschliffen. Das ist nicht nur der Tarn, sondern einige weitere Flüsse und Flüsschen, wobei die Tarnschlucht sicher die tiefste Schlucht der Cevennen ist.

Aber wie lange dauerte es wohl bis der Tarn sich sein heutiges Flussbett gegraben hatte?

Dazu die erste Frage zur Prähistorie der Tarnschlucht:

Wann begann die Entstehung der Tarnschlucht?

A - vor 40.000 Jahren

B - vor 200.000-250.00 Jahren

C - vor 2-3 Millionen Jahre

D - vor mehr als 100 Millionen Jahren.

 

  

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

100 Millionen Jahre sind eine sehr lange Zeit - auch in erdgeschichtlichen Maßstäben. Die Alpen zum Beispiel, sind mit ihren 300 Millionen Jahren viel jünger. Da hätte sich der Tarn vielleicht noch viel tiefer eingegraben oder die Schluchten wären möglicherweise durch andere Erosionsprozesse wieder verschüttet worden. Es sind also keine Brontosaurier-Herden grasend durch die Schlucht gezogen, denn die sind mutmaßlich schon vor ca. 65. Millionen Jahren nach einem Meteoriteneinschlag ausgestorben. Aber 200.000-300.000 Jahre oder weniger ist dagegen zu jung, da brauchen geologische Prozesse doch etwas mehr Zeit. Nach aktuellen Erkenntnissen hat das Wasser wohl erst in den letzten 2 bis 3 Millionen Jahren die atemberaubenden Landschaften geformt.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Felsen über dem Tarn

Wenn wir uns von geologischen Fragen der menschlichen Geschichte zuwenden, dann wollen wir uns im folgenden der Geschichte der gesamten Cevennen widmen. Nähern wir uns nun den Zeiten als die beiden oben erwähnten Herren und Hauptdarsteller der Familie Feuerstein Zeichentrickserie mit ihren steinzeitlichen Autos mit Dino-Antrieb (historisch etwas inkorrekt) von Höhle zu Höhle gefahren sind und fragen uns, ab wann Spuren menschlicher Besiedelung in dieser Region entdeckt wurden.

Die zweite Frage lautet deshalb:

Um welche Zeit datieren die ältesten bislang entdeckten Spuren menschlicher Besiedlung?

A - 400.000 Jahre

B - 40.000 Jahre

C - 12.000 Jahre

D - 7.000 Jahre

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Die ersten fossilen Belege für den Homo Sapiens (also quasi unsere direkten Vorfahren) stammen aus Afrika. Die Wissenschaft geht davon aus, das der moderne Mensch von dort seinen "Siegeszug" um die Welt angedrehten hat. Eine gewisse Zeit hat er wohl zusammen mit dem Neandertaler gelebt. Dabei haben Homo Sapiens und Homo Neandertaliensis wohl auch mitunter gemeinsame Nachfahren gezeugt, was Genspuren in unserem Erbgut belegen. Aber so frühe Funde gibt es in den Cevennen nicht.
Vor ca. 12.000 Jahren begannen zuerst in Vorderasien und ab 5.000 auch in Mittel- und Nordeuropa eine ganz neue Epoche in der Menschheitsgeschichte. Aus Jägern und Sammlern wurden Hirten- und Bauernkulturen. Während manche Wissenschaftler darin den großen Durchbruch und die Chance zu Entwicklungen, die uns bis zu der Technisierung in der Neuzeit geführt haben, sehen, haben andere Wissenschaftler einen kritischeren Blick, denn mit dem Sesshaftwerden änderte sich die Art der Nahrung, was möglicherweise ungesünder war und auch die Möglichkeit Besitz zu horten, was zu immer stärkeren Ungleichheiten führte. Aber hier spielen neben streng auf Fakten beruhenden Darstellungen schnell auch Wertungen eine Rolle.
Fakt ist aber, dass die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung in und um die Tarnschlucht von vor 40.000 Jahren stammt.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Karte HinkelsteineGeht man nun weiter in der Zeit voran, so nähern wir uns dem Jahr von Chrissi Geburt, womit in allen christlichen Kulturkreisen die Jahreszählung beginnt. Dort treffen wir auf zwei weitere Comic-Helden: Asterix und Obelix. Nicht dass die beiden aus der Tarnschlucht stammen würden und das kleine gallische Dorf, das sich so tapfer den Römern erwehrt dort läge, aber es könnte sein, dass sich das Liefergebiet von Herrn Obelix bis dorthin erstreckt hat (siehe Bild rechts / © From Wikimedia Commons, the free media repository) und dass er vielleicht bei einem seiner vielen Abenteuer mit Herrn Asterix seinen kleinen Hund Idefix im Tarn hat trinken lassen, während sich die beiden Herrn lieber ein Cervesia in Ispagnac in der Vorgängerschänke der heutigen Bar Royal gegönnt haben. Richtig ist aber auf jeden Fall, dass bereits aus der Zeit zwischen 3500 und 2500 v. Chr. zahlreiche Baudenkmäler wie Steinkreise und Hünengräber gibt. Die Hinkelsteine dazu müsste dann aber der Urururururururgroßvater von Obelix geliefert haben.


Aber nun zur nächsten Frage:

Wie ist der Fachbegriff für Obelix' HInkelsteine?

A - Geysir

B - Menhir

C - Metronom

D - Kalzit

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Schauen wir mal, was wir da alles zur Auswahl hatten:  ein häufig vorkommendes Mineral, das schöne Kristlle bildet; ein mechanischer oder elektronischer Taktmesser, wie ihn viele Klavierspieler*innen beim Üben nutzen; eine heiße Quelle, die in  regelmäßigen oder unregelmäigen Abständen Fontänen in die Höhe schleudert, also der Reihe nach Kalzit, Metronom und Geysir.
Womit geklärt ist, dass Hinkelsteine auch Menhir heißen, ein Wort, das aus dem Bretonischen stammt. Menhire gibt es zwar nicht in der Tarnschlucht selbst, aber nicht weit entfernt, im Nordosten von Florac nahe Les Bondons finden sich über das ganze Gebiet verstreut mehr als 150 aus Granit gehauene Menhire, mit einer Höhe, die manchmal sogar 5 m übersteigt. Da hatten Obelix' Vorfahren sicher einiges zu tun.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Brücke von QuésacOb es im Tarntal in der Zeit der Gallier und Römer Siedlungen gab ist nicht bekannt, aber eher wahrscheinlich, denn es gibt zumindest Münz- und Gräberfunde in anderen Teilen der Cevennen. Im Mittelalter gab es ein Bistum namens Arisitum, dessen Sitz wahrscheinlich südlich der Tarnschlucht in Le Vigan lag. Florac hatte ab dem 13. Jahrhundert eine beschränkte Selbstverwaltung als Stadt und die wunderschöne, kleine gotische Kirche von Ispagnac wurde vom 12. bis zum 15. Jahrhundert erbaut.
Ein weiteres faszinierendes Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert ist die Bogenbrücke, die über den Tarn ins das Dorf Quésac führt. Die Finanzierung des Baus wurde etwa 1350 zugesagt und der Bau begonnen. Aber Probleme wie beim Berliner Flughafen scheint es auch im 14. Jahrhundert schon gegeben zu haben, auf jeden Fall verzögerte sich der Bau. Der Nachfolger des ersten Auftragsgebers legte fest, dass die Bürger aus Quésac die Brücke selbst finanzieren müssten und so wurde die Brücke erst im Lauf des 15. Jahrhunderts nach erneuten Spendenaufrufen fertig gestellt - dagegen ging der BER-Bau ja rasend schnell.

Doch klären wir mit unserer nächsten Frage die Dinge etwas auf:

Wer versprach der Gemeinde von Quésac ursprünglich den Bau der Brücke?

A - Napoléon Bonaparte

B - der Sonnenkönig Ludwig der XIV.

C - Papst Urban III.

D - Katharina von Medici

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

Wer dauernd seine Hand in die Tasche steckt, wird sicher nicht flott bauen können, aber Napoleon hatte die Hand ja eher in der Jacke, als in der Tasche. Wie auch immer, der lebte ja auch nicht im 14. Jahrhundert und scheidet deshalb aus. Der Sonnenkönig ist zeitlich auch nicht richtig, denn erlebte von 1638 bis 1715 und hatte sicher mit dem Bau seines Prachtschlosses in Versaille genug am Hacken, um sich noch um Brücken übern den Tarn kümmern zu können. Außerdem wäre ihm mit seinem "Louis-Quatorze-Geschnörkele" eine biedere Bogenbrücke wohl zu simpel gewesen. Zu Katharina aus dem Hause Medici wird bei der nächsten Frage zum Thema Hugenottenkriege noch etwas zusagen sein, auch sie  lebte zu spät (1519-1589) und hat damit nichts mit der Brücke zu tun.
Es war also ein Papst, der die Brücke spendieren wollte. Urban V, der aus Grizac (Le Pont-de-Montvert) also ganz aus der Nähe stammte, wollte damit einen Zugang zu der von ihm gestifteten Kirche in Quésac bauen lassen.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

Homepage von ???Leider ist Geschichte so wie sie gelehrt wird, immer auch eine Geschichte von Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen und so könnte der Eindruck entstehen, wir Menschen hätten nichts besseres zu tun, als und gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Dies mag mitunter aus ganz nachvollziehbaren Gründen geschehen sein, etwa wenn in Zeiten von Nahrungsknappheit eine Sippe in das Gebiet einer anderen Sippe eingedrungen ist und klar war, dass nur eine Sippe hat überleben können. Die folgende Geschichte, die in den Cevennen spielt hat aber damit überhaupt nichts zu tun, sondern gründet auf der Tatsache, dass ein Mönch in Deutschland die Idee hatte, er könne mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen die Kirche reformieren. Eigentlich eine nette Idee sich in einer Religion mal wieder mehr auf die Worte des Religionstifters zu konzentrieren und Machtgelüste mal etwas außen vor zu lassen, zu mal Macht- und Geldbesitz von eben diesem Reilgionsstifter eher kritsich gesehen wurden, um es einmal vorsichtig auszudrücken.
Wie dem auch sei, schnell ging es nicht mehr um eine nötige Diskussion und eventuell Reformation von bestehenden Sturkturen in der katholischen Kirche, sondern es kam zur Kirchenspaltung. In den Cevennen verbreitete sich ab dem Beginn des 16. Jahrhunderts der calvinistische Protestantismus und die Bauern verjagten die katholischen Kirchenfürsten, die sie unterdrückten. Seit Mitte des 16. jahrhunderts war dann das Wort "Hugenotte" die Bezeichnung für die französischen Protestanten und Städte in den Cevennen gehörten zu ihren Hochburgen.
Ab 1530 wurde dann die Glaubensausübung durch Klerus und König stark unterdrückt (wobei auch die bereits erwähnte Katharina eine nicht unerheblich Rolle gespielt haben dürfte) und so kam wie es kommen musste, in mehreren sogenannten Hugenottenḱriegen wehrten sich die Unterdrückten. Erst das Edikt von Nantes (1598) brachte den Hugenotten im katholischen Frankreich religiöse Toleranz und volle Bürgerrechte, fixierte aber andererseits den Katholizismus als Staatsreligion. Dann war mal ein paar Jahre Ruhe bis durch den Absolutismus unter dem auch bereits erwähnten Ludwig XiV. wieder neue Auseinandersetzungen gab, weil dieser das edikt widerrief und damit den Protestanten alle Rechte nahm. In den Cevennen kam es darauf hin in den Jahren 1702 bis 1704 zu den sogenannten Kamisardenkriegen. Die Aufständigen zogen sich in die Bergtäler und Höhlen zurück und fügten Ludwigs Truppen teilweise erhebliche Verluste zu, bis sie nach dem von Ludwog befohlenen sogenannten "Große Niederbrennen der Cevennen", bei dem 446 Dörfer der Cevennen verwüstet wurden, aufgaben.   

Die Frage führt uns zum Schicksal derer, die vor der Unterdrückung geflohen sind:

Wie heißt eine deutsche Stadt, die eine Gründung von gefohlenen Hugenotten ist?

A - Neu-Isenburg

B - Neumünster

C - Neuenburg am Rhein

D - Bielefeld

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Klar, Bielefeld scheidet aus - diese Stadt gibt's ja gar nicht. Wenden wir uns den drei Städten zu, die das Wortteil "Neu" im Namen führen und Kandidaten einer späten Gründung durch Menschen sein könnten, die wegen ihrer Überzeugung verfolgt wurden und deshalb fliehen mussten. Dieses Problem scheint also nicht nur ein Problem unserer Zeit zu sein, sondern auch in früheren Epochen immer mal wieder der Grund für Fluchten und Vertreibungen. Dabei müsste es das Problem überhaupt nicht geben, Toleranz heißt das Zauberwort. Da werden wir es in den kommenden Jahren mit den Klimaflüchtlingen schwerer haben, denn mit Toleranz kann man weder eine Insel retten die im steigenden Meer versinkt, noch ausgetrocknete Gebiete in den Subtropen bewässern und schon gar nichts gegen Orkane und andere Unwetter tun.
Zurück zu den Religionsflüchtlingen, vielleicht hätte man die in Neumünster oder Neuenburg am Rhein auch aufgenommen, denn diese Städte gab es schon seit 1127 bzw. 1175 und wurden eventuell von toleranten und herzlich Menschen bewohnt, aber eine Stadtgründung, die auf geflüchtete Hugenotten zurückgeht, ist die Stadt Neu-Isenburg. Nebenbei sind viele Jugendliche aus Neu-Isenburg über Freizeiten des Dekanats Dreieich schon vielfach Gäste in unserem Kanucamp am Tarn gewesen. Back to the roots - sozusagen.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Napoléon BonaparteScheinbar haben die Auseinandersetzungen um die freie Religionsausübung in den Cevennen einen tief verwurzelten Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit bei den Menschen dort entstehen lassen - so jedenfalls eine These, die in der Region gerne vertreten wird. Ein Beleg, der diese These stützen könnte, ist die Tatsache, dass in die Region während den Jahren 1940 bis 1945 für den Widerstand gegen die deutsche Besatzung eine zentrale Rolle als Rückzugsgebiet für deutsche Nazi-Gegner und Juden war. 800 bis 1000 Juden sollen hier Zuflucht gefunden haben. Etwas weiter zurück liegend, liefert eine Volksabstimmung im Jahr 1851 einen weiteren Beleg. Napoléon Bonaparte ließ nach seiner Machtergreifung über eine neue Verfassung abstimmen, die ihm diktatorische Vollmachten gewähren sollten. Gegen diese Änderungen stimmten landesweit  nur 8,5 Prozent dagegen; in den Cévennen dagegen die Mehrheit und dabei taten sich zwei Kommunen im Lozère besonders hervor.

Daraus ergibt sich die nächste Frage:

Wie hoch war in den beiden Kommunen der Anteil der Ablehnung?

A - fast 99 %

B - mehr als 85 %

C - etwa zwei Drittel (gut 66 %)

D - etwas mehr als die Hälfte (knapp 55 %)

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

Wären es nur knapp über die Hälfte oder etwa zwei Drittel gewesen, dann wäre dies schon ein Riesenunterschied zum Rest von Frankreich und ein guter Beleg der These, dass man in den Cevennen gerne frei und selbstbestimmt lebt. Aber fast 99 % - das sind dann Wahlergebnisse, wie wir sie aus Diktaturen kennen, wo bei total undemokratischen Proforma-Wahlen der Anschein von Wahlmöglichkeit vorgegaukelt werden soll. Aber die tatsächlichen über 85 % der Ablehnung von Napoléons uneingeschränkten Machtgelüsten sprechen dennoch eine deutliche Sprache und zeigen ein Teil des Willens zur Unabhängigkeit und Freiheit in der Region. Dass sich dort dann ab den frühen siebziger Jahren die Aussteiger aus der 68-er Bewegung wohlfühlten, ist kein Wunder.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Kanutour auf dem TarnKommen wir damit zur letzten Frage und nähern wir uns wieder etwas beim Abenteuersport an.
Zumindest Teile der Region erlebten durch die Seidenraupenzucht und Seidenspinnerei ab dem 18. Jahrhundert einen gewissen Wohlstand. Dieser endete 1853 als zuerst eine Seuche unter den Seidenraupen ausbrach und dann importierte Industrieseide den Markt überschwemmte. Die Region verarmte. Die Esskastanien aus den Wäldern der Cevennen waren oft die einzige Nahrungsquelle. So reduzierte sich die Bevölkerung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts um ein Drittel und in den Jahren zwischen 1945 bis 1975 wanderte ein weiteres Drittel ab.
Erst der Tourismus brachte ab den 80-er Jahren wieder Erwerbsmöglichkeiten in die Gegend zurück. Der sanfte Tourismus und die Wiederansiedlung von Landwirten lassen für die Zukunft hoffen.
Beim Tourismus spielen natürlich die örtlichen Gegebenheiten eine große Rolle. Die Ardèche- und Tarnschlucht locken sicher eher Erlebnis- und Aktivtouristen an, als Anbeter*innen von Wellness und tatenloser Entspannung. Doch wie und wann Begann der Tourismus am Tarn?

Dazu unsere letzte Frage:

Wie und wann erreichten die ersten Abenteuersportler die Schlucht?

A - Mit der neuen Bahnlinie Paris-Beziers am Ende des 19. Jahrhundert

B - Mit der Fertigstellung der ersten durchgängigen Straße durch die Tarnschlucht im Jahr 1906

C - Nach der Eröffnung des Flughafens Mende im Jahr 1982

D - Durch die Einweihung des Viadukt von Millau im Jahr 2004

 

     

 


 

Quiz 4 - Geschichte

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Bei den Antwortmöglichkeiten haben sich viele reale Ereignisse als Optionen eingeschlichen. Selbst die Option mit der Landemöglichkeit im Aerodrôme de Mende stimmt, allerdings handelt es sich dabei um einen kleinen Flugplatz und keinen Flughafen, obwohl es mal einen kleinen Luftverkehr mit Montpellier und Clérmont-Ferrand gab, dennoch stimmt diese Option nicht. Auch die Einweihung des Viadukts von Millau hat keinen Tourismus-Boom in der Tarnschlucht entfacht, vielleicht sogar im Gegenteil, jetzt fährt man in Windeseile über den Tarn. um die Strände am Mittelmeer zu erreichen.
Und erneut ein Fakt: Es ist tatsächlich so, dass es erst seit dem Jahr 1906 eine druchgängige Straße durch die Tarnschlucht gibt. Eine Inschrift in einem Stein an einem der vielen Tunnels und Felsdurchbrüche (bei Les Détroits) belegt das. Daher rührt auch die historische Bedeutung der Barken, die heute die Touristen von La Malène bis zum Pas de Souci schippern. Von der Internet-Seite der Batelier deas Gorges du Tarn habe auch die interessanten Informationen, dass schon ab dem 14. Jahrhundert die Kähne das Hauottransportmittel in der Schlucht waren und dass über die neue Eisenbahnlinie Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Abenteuerurlauber die Schlucht erreichten.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Bateliers des Gorges du TarnDamit endet unser Ausflug in die Geschichte der Cevennen und es wird Zeit, dass wir uns dem letzten Kaptiel und damit dem letzten Quiz zuwenden.
Darin soll es um das gehen was man an Pflanzen (Flora) und Tieren (Fauna) rund um die Tarnschlucht entdecken kann.
Auch dieses Thema ist es sicher wert, sich mal damit zu beschäftigen, um dann beim Kanufahren oder bei Trekkingtouren Naturentdeckungen der besonderen Art machen zu können.

Der DVA fühlt sich dem Naturschutz auf besondere Weise verbunden.

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Die bist ja ein erstunlicher Historiker.
Teil richtig, teils falsch: Ich habe auch erst bei der Recherche zum Quiz viele neue Erkenntnisse gewonnen.
Fast alles falsch: Kein Problem, historisches Wissen ist ja nicht alles, aber vielleicht wurde jetzt ein wenig Interesse geweckt.

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.

 

                                                  


Quiz 5 - Flora & Fauna

Einführung und Frage 1

 

In unserem letzten Quiz möchten wir gerne aus der Vergangenheit ins Jetzt in unsere Umwelt eintauchen. Ihr werdet bei uns im Camp viel im Freien sein und viel Natursportbetreiben. Dabei ist es uns ganz wichtig, dass dies im Einklang mit der Natur geschieht und nie zu ihrem Schaden sein darf. Uns ist bewusst, dass wir in Lebensräume von Pflanzen und Tieren - Flora und Fauna - eindringen. Aber wie sollen wir die Schönheiten der belebten Natur kennen lernen können, ohne sie aus der Nähe im eigenen Erleben zu erfahren. Wir versuchen die Störwirkungen so gering wie möglich zu halten und hoffen - vor allem bei unseren jungen Gästen - damit die Liebe zur Natur wecken oder Vertiefen zu können. Nur wer die Natur als schützenswert erlebt, wird sich auch für ihren Erhalt einsetzen. Da braucht man sich vielleicht in Zeiten von "Fridays for future" weniger Sorgen zu machen, aber die jungen Menschen haben leider sehr, sehr dicke Bretter zu bohren.
Vielleicht können die folgenden Fragen und Bilder auch ein wenig weitere Motivation wecken.

HinweistafelAuf dem kleinen Bild ist ein Schild abgebildet, das direkt am Ufer des Tarn, nahe bei unserem Camp aufgestellt ist. Es richtet sich sowohl an die zahlreichen Anglert, aber es gibt auch für uns nützliche Hinweise gibt, wenn wir baden oder mit den Kanus auf dem Tarn unterwegs sind.

Die wesentlichen Punkte sind:
1. Der Fluss ist Gemeingut, aber er durchfließt teilweise Privatbesitz: Ich achte den Privatbesitz.
2. Der Fluss birgt Gefahren: Ich beachte die Sicherheitsregeln.
3. Der Fluss ist ein lebendiger Naturraum: Ich achte auf die Umwelt und verschmutze sie nicht (Müll, Duschgel, Geschirrwaschmittel)
4. Der Fluss steht vielen Nutzern offen: Ich verhalte mich rücksichtsvoll.

Das Einhalten dieser wenigen Regeln kann schon viel bewirken.
Aber wirklicher Schutz braucht mitunter auch größere Anstrengungen.

Dazu die erste Frage zur des Quiz:

Mit welcher Maßnahmen soll das Gebiet geschützt werden?

A - Gründung des Parc National des Cèvennes

B - Einführung des Kanuführerscheins mit Naturschutztest (EPP - Europäischer Paddel-Pass)

C - Verbot jeglicher Nutzung in Monaten, die ein "R" enthalten.

D - Touren auf dem Tarn nur unter Führung von "Scout du Tarn"

 

  

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 1 und Frage 2

 

Antwort Frage 1:

Les scouts, so nennt man in Frankreich die Pfadfinder und vielleicht würden "Tarn-Ranger" oder "Tarn-Führer" helfen, denn viele Kanuten benehmen sich wirklich völlig rücksichtslos. Aber aktuell darf man den Tarn - zum Glück - auch ohne Guides befahren. Da auch im Französischen bei der Regel Monate ohne "R" nur Mai, Juni, Juli und August blieben, würden sich die Tiere im und am Tarn vielleicht freuen, wenn sie dann acht Monate ihre Ruhe vor uns Menschen hätten. Aber auch eine solche Regel gibt es nicht und ist ja gar nicht so notwendig, denn die Tourismus-Saison dauert sowieso nur bis Anfang September. Danach ist es wieder sehr ruhig am Tarn bis dann im kommenden Jahr im Juni/Juli die Touristen wieder einfallen.
Einen Kanuführerschein, den EPP, gibt es tatsächlich - europaweit. Er wird in verschiedenen Stufen (Farben - wie die Gürtel im Judo) vergeben und beinhaltet auch immer einen Ökokurs, aber sein Besitz wird am Tarn nicht zur Voraussetzung gemacht.
Eine ganz andere Maßnahme wurde ergriffen und der Nationalpark Cevennen (Parc National des Cévennes) schon früh angedacht und im Jahr 1970 dann auch ausgewiesen. Seine Verwaltung ist in Florac angesiedelt, also nicht weit von unseren Camps entfernt. Sehr interessant ist ein Besuch im Informationszentrum des Parks - vielleicht in Kombination mit einem Bummel durch Florac oder als Abschluss der Klettersteig-Begehung hoch über der kleinen Stadt.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Nationalpark Cevennen

Der Parc national des Cévennes ist nur einer von 11 Nationalsparks in Frankreich (und seinen Übersee-Departments). In der beeindruckenden und gut gemachten Ausstellung in Florac können wir natürlich sehr viele Bilder von Pflanzen und Tieren im Nationalpark finden. Darauf werden wir dann in den nächsten Fragen eingehen.
Beginnen wollen wir mit einer Pflanze, die mit ihren Früchten in den schlechten Zeiten (und die gab es oft in dieser Region, wie wir im Quiz: Geschichte lernen konnten) einen wesentlichen Beitrag zur Ernährung geleistet hat. Sie wurde auch schon als das Brot der Cevennen bezeichnet.

Die zweite Frage lautet deshalb:

Um welche Pflanze handelt es sich?

A - La chêne - die Eiche

B - Le châtaignier - die Esskastanie

C - Le rice - die Reispflanze

D - Le pommier sauvage - der Holzapfel

 

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 2 und Frage 3

 

Antwort Frage 2:

Beginnen wir wieder mit den Fakes, die euch auf die falsche Fährte locken sollten. Beim Holzapfelbaum handelt es sich tatsächlich um eine Apfelsorte, die in der Jungsteinzeit sogar genutzt wurde, denn die kleinen Früchte sind gedörrt oder gekocht sogar essbar. In den Cevennen spielten sie aber nie eine Rolle. Dass Reis nicht nur in Asien wächst, weiß jeder, der schon mal durch die Camarque, also das Mündungsdelta der Rhône im Süden Frankreich gefahren ist. Den Riz camarquais gibt es sicher auch in den Cevennen zu kaufen, angebaut wurde es dort allerdings noch nie - das würde in den Höhenlagen und der relativen Trockenheit auch nicht klappen.
Die Eiche mit ihren kleinen Früchten wächst dagegen in den Wäldern der Cevennen und Eicheln sind sehr protein- und kohlehydratreich und wurden und werden sehr wohl (vor allem in Notzeiten) als Grundnahrungsmittel genutzt. Bei uns war Eichelkaffee als "Muckefuck"  bekannt und "beliebt". In den Cevennen spielen Eicheln als Nahrungsmittel aber eher für Wildschweine eine Rolle, denn so bedeutend ist ihr Aufkommen nicht. Dafür aber das der Esskastanie. Die Früchte des Baumes, die Maronen, sind überaus lecker und ja auch bei uns auf vielen Weihnachtsmärkten als gerösteter Snack beliebt. Daneben wird aus den Früchten die leckere Crême de marron hergestellt - mein Geheimtipp: Moelleux à la châtaigne von Clément in der Pizzeria in St. Chély-du-Tarn. Aber in Notzeiten waren die Kastanien wirklich das Grundnahrungsmittel der Bewohner der Cevennen. Sie wurden durch Trocknen in Räucherhütten haltbar gemacht und dienten dann als Nahrung auch im Winter.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Pflanze auf den CaussesWer sich die Mühe macht von unseren Camps eine der Kalkhochflächen im Norden (Causse Sauveterre) oder im Süden (Causse Méjean) zu erklimmen, wird nicht nur mit tollen Blicken von der "Corniche" (der Kante zur Schlucht) hinab auf den Tarn belohnt, sondern kann auch die ganz besondere Vegetation auf den Causses bestaunen. Spätestens ab Juli, wenn die Sonne alles ausgetrocknet hat und Regenfälle manchmal über Wochen ausbleiben, fasziniert die eigenartige Pflanzenwelt auf dem Causse, die an den Wassermangel gut angepasst ist. Denn durch das Kalkgestein versickert das Wasser schnell und wäscht dabei Höhlensysteme, die wir ja auch von den Camps aus erkunden.
Eine ganz besondere Pflanze, die getrocknet auch an vielen älteren Häusern als Schmuck aufgehängt ist, ist auf dem Bild rechts zu sehen.

Um den Namen der Pflanze geht es in der nächsten Frage:

Wie nennt man den akanthusblättrige Eberwurz in Frankreich?

A - Étoile des Causses

B - Bellefleur

C - Cardabelle

D - Cardamome

 

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 3 und Frage 4

 

Antwort Frage 3:

Der Name: Akanthusblättrige Eberwurz ist wirklich recht sperrig und klingt in keiner Weise poetisch. Zum Glück haben sich die Franzosen für diese wunderschöne Pflanze, die nur wenige Zentimeter hoch wird, aber bis zu 30 cm lange, stachelige Blätter hat, einen schöneren Namen einfallen lassen. Etwas holperig und eher inkorrekt könnte eine Übersetzung von "Hübsche Blume" der Name Bellefleur sein. Den habe ich aber erfunden. Die Pflanze Cardamome gibt es wirklich und sie heißt bei uns Kardamom, aber sie stammt ursprünglich aus Südindien und Sri Lanka und wächst bestimmt nicht auf den Hochflächen über der Tarnschlucht.
Étoile des Causses - der Stern der Kalkhochflächen - stimmt leider auch nicht, wäre aber ein sehr treffender Name,  denn die Cardabelle, wie sie wirklich heißt, bevorzugt Höhenlagen zwischen 500 und 1800 m und kalkhaltigen Trockenrasen - genau das, was wir auf den Causse so häufig antreffen.

Antwort C wäre also richtig gewesen.

 

MauereidechseWenden wir uns nun den Tieren, also der Fauna zu. Man hat nicht oft das Glück, aber manchmal kann es schon vorkommen, dass wir Reptilien zu Gesicht bekommen, die man in unseren Breiten sehr selten oder gar nicht beobachten kann. Es wimmelt an manchen Felsen geradezu von Eidechsen, vor allem den kleinen, flinken Mauereidechsen, wie man sie auch bei uns beobachten kann und die uns beim Klettern zeigen, wie schnell man Felsen auch erklimmen kann. Aber manchmal sieht man auch die deutlich größeren und wunderschön gefärbten Smaragdeidechsen.
Von den Echsen zu den Schlangen ist es nur ein kleiner Schritt und auch davon gibt es einige Arten am Tarn zu bestaunen. Recht häufig sieht man die Ringelnatter, die auch gerne im Wasser schwimmend gesichtet wird, denn sie ernährt sich hauptsächlich von Amphibien. Eine weitere Schlangenart die beobachtet werden kann ist die Aspisviper.
Für alle Tiere - nicht nur Schlangen - gilt: nicht anfassen, nicht berühren, nicht streicheln und schon gar nicht fangen. Stellt euch einfach vor wie es wäre, wenn ein deutlich größeres Lebenwesen als wir auf uns zukäme und uns betatschen oder sogar fangen und mitnehmen würde. Keine schöne Vorstellung! Warum sollte es für Tiere anders sein?
Betrachten und beobachten: JA! - aber nicht mit den Händen. sondern mit den Augen.

Die Reptilienfrage im Quiz lautet wie folgt:

Welche der vorgestellten Tierarten ist giftig?

A - A wie Aspisviper

B - M wie Mauereidechse

C - R wie Ringelnatter

D - S wie Smaragdeidechse

 

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 4 und Frage 5

 

Antwort Frage 4:

Wenn uns Menschen in Europa Tiere wegen ihrer Gifte gefährlich werden können, dann nicht weil wir in ihr Beuteschema passten und sie uns mit Gift angreifen, sondern im Gegenteil, meist handelt es sich aus Tiersicht gesehen um den verzweifelten Versuch sich oder seine Lebensgemeinschaft zu verteidigen, das gilt für Bienen und Wespen nicht anders als für Reptilien. Die beiden genannten Eidechsenarten verfügen aber über keinerlei Gift. Ihre Verteidigung besteht darin in Notfällen dem vermeintlichen Feind den Schwanz zu überlassen, sich selbst dafür aber in Sicherheit zu bringen. Deshalb Finger weg von Tieren, nur anschauen, nicht anfassen.
Bei Schlangen sieht es etwas anders aus. Die Ringelnatter kann auch mal zubeißen, vorher wird sie aber versuchen zu fliehen, wenn das nicht gelingt bläht sie sich auf und versucht es mit Zischen und Kopfstößen (Scheinbissen). In den seltenen Fällen, wo es zu wirklichen Bissen kommt besteht für Menschen keine Gefahr, denn die Natternart ist nicht giftig, es kann aber dennoch zu Verfärbungen und Schwellungen kommen, als allergische Reaktion auf ein Drüsensekret der Schlange.
Anders sieht es bei der Aspisviper aus, sie ist tatsächlich giftig, wenn das Gift auch im Normalfall für Menschen nicht sehr gefährlich ist. Dennoch ist bei einem Biss auf jeden Fall das Krankenhaus aufzusuchen. Dort wird nur ijn seltenen Fällen einen Gegengift verabreicht, sondern die Gebissenen bleiben zur Beobachtung über Nacht in der Klinik.
Deshalb Finger weg von Tieren, nur anschauen, nicht anfassen.

Antwort A wäre also richtig gewesen.

 

Baumstamm mit BiberspurenBleiben wir noch etwas am Boden, bzw im Wasser. Natürlich gibt es im Tarn sehr viele Fische, denn das Wasser ist außer in sehr trockenen Sommern von bester Qualität - angeblich im Winter, wenn nur die Einheimischen am Tarn leben, sogar von Trinkwasserqualität. Das freut die Forellen noch mehr als die Barben.
Neben dem Fischotter hat sich am Tarn der Biber - le castor - wieder ausgebreitet und im Grunde alle Reviere besetzt. Diese sind ca. 2-3 km lang und bieten einer Biberfamilie eine Heimat. Mama und Papa Biber sind einander treu und ziehen gemeinsam ihre Jungen auf. Wenn die dann ein bis zwei Jahre alt sind, heißt es ausziehen und sich ein einiges Revier und einen Lebenspartner suchen. Die Biberbauten liegen im Uferbereich bevorzugt so, dass die Eingänge nur vom Wasser aus zu erreichen sind. Nicht weit von unseren Camps entfernt kann man spät am Abend die Biber beobachten, denn die Tiere sind am Abend und in der Nacht aktiv. Gerne legen sie mit ihren scharfen Vorderzähnen auch mal eine Weide um, denn die dünnen Zweige sind eine Leibspeise.
Staudämme bauen sie bei uns am Tarn keine, aber Treibholzhaufen am Ufer werden von den guten Schwimmern und Tauchern gerne zur Wohnung umgebaut.   

Das wirft die folgende Frage auf:

Wie lange kann ein Biber am Stück tauchen ohne Luft holen zu müssen?

A - 3 Stunden

B - 20 Minuten

C - 10 Minuten

D - 2 Minuten

 

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 5 und Frage 6

 

Antwort Frage 5:

Wären es nur 2 Minuten so könnten einige fitte Menschen mit den Bibern um die Wette tauchen, und der aktuelle Weltrekord im Zeittauchen beträgt rund 10 Minuten (9:02 Minuten bei den Damen und 11:35 Minuten bei den Herren). Das schafft der Biber locker. Aber 3 Stunden das ist zu lang für ihn und galt auch bei den Walen denen man über zwei Stunden zugestand als unmöglich, bis Forscher der Universität in North Carolina einen neuen Weltrekords bei Schnabelwalen dokumentieren konnten: Ein Wal tauchte fast 3 Stunden am Stück und ein weiterer sogar 3 Stunden und 42 Minuten. Da bleibt unser Biber mit seinen 20 Minuten deutlich darunter, aber immerhin ...

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Napoléon BonaparteAber verlassen wir nun den Fluss und den Boden und schwingen wir uns in die Lüfte. Oje, das ist für uns Menschen in der Nähe der Tarnschlucht leider nur vom kleinen Flugplatz auf dem Causse Méjean mit einem Segelflugzeug möglich. Doch alle Segelflieder vor Ort wissen genau, wohin sie schauen müssen, wenn sie nach einer guten Thermik suchen, die sie nach oben bringen kann: Dorthin wo die Geier kreisen.
Ja, es gibt am Tarn wieder Geier, hauptsächlich Gänsegeier - des vautours fauves. Und das kam so: In den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts starben die Geier in ganz Frankreich aus. Die Bauern ließen aus hygienischen Gründen keine verendeten Tiere mehr liegen, so hatte die Putzkolonne keine Arbeit und damit keine Nahrung mehr. Der Einsatz von Gift gegen die Füchse, die dann von den Geiern gefressen wurden und zu deren Tod führte, tat ein übriges. Man versuchte zwar die Geier wieder anzusiedeln. aber scheiterte kläglich. Erst mit den ernsthaften Versuchen seit 1981 ist es gelungen die Geier am Tarn und vor allem in der Nachbarschlucht den Gorges de la Jonte (wo sich auch die Geierstatio: " Maison des Vautours" befindet) wieder heimisch zu machen. Die Rekordbeobachtung bei uns im Camp liegt bei 35 Geiern, die unsere Übungsleiter zeitgleich am Himmel zählen konnten. Wenn die Geier bei uns in der Nähe leider (noch) keine Horste bauen, so gibt es doch bei Montbrun ein Felsband, wo sie sich abends zur Ruhe versammeln, um am nächsten Morgen die Thermik an den Felsen nutzend wieder aufzusteigen.
Ganz besonders erfreulich ist die Tatsache, dass es nicht beim Gänsegeier geblieben ist, mittlerweile sind 4 Geierarten wieder vertreten.

Lassen wir sie in der nächsten Frage zum "Wettkampf" antreten:

Welche Geierart hat die größte Flügelspannweite?

A - der Gänsegeier - Vautour Fauve

B - der Mönchsgeier - Vautour Moine

C - der Schmutzgeier - Gypaète Barbu

D - der Bartgeier - Vautour Percnoptère

 

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 6 und Frage 7

 

Antwort Frage 6:

Der kleinste der 4 Geierarten, der Schmutzgeier, hat eine Flügelspannweite von "nur" 165 cm. Natürlich frisst auch er bevorzugt Aas, aber auch schon mal ein paar Früchte. In Afrika, wo er häufiger vorkommt, ist er eher gesellig und scheut auch die Nähe des Menschen nicht. Der Gänsegeier als Hauptvertreter der wieder angesiedelten Geierarten hat eine Spannweite von 235 bis 270 cm. Das ist enorm groß und die Größe wird einem so richtig bewusst, wenn man bei der sogenannten Geierwanderung zwischen Tarn- und Jonteschlucht die kreisenden Geier in unmittelbarer Nähe der Klettern beobachten kann und man den direkten Größenvergleich hat. Es ist interessant zu wissen, dass die Geier treu sind und jedes Jahr wieder zu ihrem Nest in den Felsen über der Jonte zurückkehren.
Wenn der Gänsegeier schon mehr Spannweite als der Steinadler hat, so übertrifft dies der Bartgeier nochmals. Bei ihm können Spannweiten bis zu 283 cm vorkommen. Er wurde auch Lämmergeier genannt, weil man irrtümlicherweise dachte, er würde junge Schafe erlegen. Aber den Größenrekord der Vier hält der Mönchsgeier mit Flügelspannweiten von 250 bis 295 cm. Er schafft es mit Hilfe seines kräftigen Schnabels auch noch die Sehnen, Haut und kleinen Knochen des Aas' zu verwerten. So bleibt von den ausgelegten Schafskadavern fast nichts mehr übrig.

Antwort B wäre also richtig gewesen.

 

Höhle bei Ste. EnimieUnd damit kommen wir auch schon zur letzten Frage, bleiben in der Luft, aber begeben uns auch in Höhlen. Welcher Tierart gemeint ist, zeigt unser Bild nicht, denn wir bekommen sie leider eher selten zu Gesicht oder vielleicht auch zum Glück, denn dann wissen wir, dass wir sie nicht in ihrer täglichen Ruhephase stören, denn diese Tiere sind nachtaktiv. Gemeint sind die Fledermäuse. In Frankreich heißen sie Chauve-souris, also wörtlich übersetzt: kahle Mäuse. Damit ist die Bezeichnung aber auch eher irreführend, weil sie suggeriert, dass diese "flatternden Mäuse", daher kommt der deutsche Name, eine Mausart sind. Es stimmt zwar, dass es sich um Säugetiere und nicht etwa Vögel handelt, aber sie haben gemeinsame Vorfahren mit Flughunden und nicht mit Mäusearten.
Und sie haben ganz viele Besonderheiten, die zur letzten Frage führen.

Die letzte Frage - mit umgekehrten Vorzeichen:

Welche der folgenden Aussagen stimmt nicht?

A - Fledermäuse sehen mit ihren Ohren.

B - Fledermauskot wird unter Tage abgebaut.

C - Fledermäuse übertragen Coronaviren, werden aber selbst nicht krank.

D - Fledermäuse können im Flug Lasten transportieren, die mehr Gewicht haben, als sie selbst.

     

 


 

Quiz 5 - Flora & Fauna

Antwort 7 und Quizende

 

Antwort Frage 7:

Reden wir nicht lange drum herum, die letzte Aussage ist Quatsch. Zwar sind Fledermäuse gute Flieger, aber enorme Lasten transportieren können sie nicht. Das ist auch nicht nötig, denn ihre Beute sind Insekten. Um überhaupt fliegen zu können, waren evolutionär viele Anpassungen notwendig. So ist etwa die Brustmuskulatur stark vergrößert, ebenso wie das Herz. Denn nur so schafft es die Fledermaus die Muskeln mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, denn Flugvermögen bringt evolutionäre Vorteile, hat aber auch seinen Preis: nur wenige Fledermausarten können sich auch am Boden gut fortbewegen, die meisten sind dort eher plump und ungeschickt - und damit schnell Opfer ihrer Feinde, den Katzen.
Die hohe, zum Fliegen benötigte Energie sorgt auch dafür, dass beim Fliegen die Körpertemperatur der Fledermäuse stark ansteigt, sie bekommen quasi "Flugfieber". Das ist wohl der Grund, warum Fledermäuse viele Viren in sich tragen können ohne daran zu erkranken. Es wird davon ausgegangen, dass auch das aktuelle Coronavirus SARS-CoV2 von den Fledermäusen (möglicherweise mit einem Zwischenwirt) auf uns Menschen übergegangen ist (Aussage C stimmt also).
Ein weitere Aspekt einer notwendigen Gewichtsreduktion fürs Fliegen ist die Tatsache, dass Fledermäuse wie Vögel Stickstoffverbindungen als Guanin ausscheiden. Dieser Stoff braucht für die Ausscheidung kein Wasser (wie etwa der Harnstiff bei uns Menschen beim Pinkeln), dadurch müssen die Fledermäuse weniger trinken und kein unnützes Wasser durch die Gegend fliegen. Ihre Guanoausscheidungen bilden zum Teil so mächtige Ablagerungen, dass der energiereiche Stoff abgebaut wird (Aussage B ist korrekt).
Und letztlich wissen sicher fast alle, dass Fledermäuse in der Nacht (und auch in den Höhlen) kein Tageslicht zur Orientierung haben, aber das brauchen sie auch nicht, denn sie sehen quasi mit den Ohren (Aussage A!). Ihr Echolot - sie stoßen für uns nicht hörbare, sehr hohe Töne aus - ist so präzise, dass sie sogar dünne Drähte "hören" können und es auch kein Problem ist bewegte Objekte wahrzunehmen.
Wirklich erstaunliche, kleine Tiere, die wir unbedingt schützen müssen. Leider verlieren sie bei uns immer mehr Lebensräume. Am Tarn ist das zum Glück durch die vielen Höhlen anders. Hier haben sie ausreichend Rückzugsräume und so kann man sie jeden Abend bei ihren Flugmanövern auf der Jagd nach Nahrung bestaunen.

Antwort D wäre also richtig gewesen.

 

Prades - Gorges du TarnDamit endet auch dieses Quiz, der Ausflug in Flora und Fauna rund um die Tarnschlucht.
Sicher hätte es noch vieles anderes zu berichten gegeben, über die vielen Orchideenarten, über das Projekt mit der Ansiedlung der Wildpferde (Przewalski-Pferde), über den Wolfspark in Marvejols und die Situation um die größeren Raubtiere, wie Luchs und Wolf generell und noch vieles mehr.
Ihr merkt, es gibt wesentlich mehr als nur Erlebnissport bei uns am Tarn.

Die Kanucamps des DVA haben viel zu bieten.

 


Na, wie oft hast du die richtige Antwort gewusst?
Alles oder fast alles richtig: Behalte dein Wissen nicht für dich - lass andere teilhaben!
Teil richtig, teils falsch: Es gibt so viele erstaunliche Dinge zu lernen - bleibe dran!
Fast alles falsch: Kein Problem - aber bleibe nicht uninformiert, mach dich auf, es lohnt sich!

Und wenn dir dieses Quiz Spaß gemacht hat, dann schau doch mal, ob die anderen nicht auch Interessantes und Wissenswertes für dich bereit halten.

Danke fürs Raten und viel Spaß bei Aktivitäten mit dem DVA.

 

                                                  

Auszeichnungen