Bildstreifen DVA

Rauchen

Auch Gelegenheitsraucher*innen habe ein erhöhtes Sterberisiko

 

Vorbemerkung in Zeiten von Corona:

Die Gründe warum manche Infizierte an COVID-19 erkranken und andere keine oder kaum spürbare Symptome entwickeln wird sehr kontrovers diskutiert. Aber es eíndeutig  Risikofaktoren.
Kurze Zeit geisterten Mutmaßungen und Theorien durchs Netz, dass Rauchen für mildere Verläufe verantwortlich sein könnte, wobei nicht klar was, was der Grund sein sollte. Diese Theorien wurden nie bestätigt, und sie sind auch wneig wahrscheinlich, da schlechte Luft als Risikofaktor unbestritten ist.
Aber selbst wenn Rauchen bei COVID-19 positiv sein könnte, sind Raucher*innen nachweislich einem höheren Sterberisiko ausgesetzt.

Wie steht es um den Anteil der Raucher*innen?

Wie man dem epidemiologischem Suchtsurvey 2018 (1) entnehmen kann gibt es in Deutschland bei Menschen im Alter von 18 - 64 Jahren über die Hälfte Nichtraucher (bei den Männern 46,6 % und bei den Frauen 56,3 %), dazu kommen ein Viertel ehemalige Raucher*innen (27,0 % Männer, 23,5 % Frauen). Es rauchen also 26,4 % der Männer und 20,2 % der Frauen.
Leider nimmt die Zahl der rauchenden Mädchen und Frauen zu, so dass Wissenschaftler damit rechnen, dass Lungenkrebs bald den Brustkrebs vom Platz eins der weiblichen Tumorerkrankungen verdrängt haben dürfte.

Wie gefährlich ist Rauchen?

Um zu ergründen, ob und wie gefährlich Rauchen ist und ob es Unterschiede macht, wie viel man raucht und ob man damit aufhört, haben amerikanische Wissenschaftler eine groß anlegte Studie gemacht und dabei folgende Gruppen verglichen:
Nie-Rauche*iInnen
Ehemalige Raucher*nnen
Tägliche Raucher*innen
Lebenslang nicht-tägliche Raucher*innen
Nicht tägliche Raucher*innen, die ehemals täglich geraucht haben

Dabei kamen sie zu folgenden Ergebnissen:

Tägliche Raucher*innen profitieren davon, auf nicht-tägliches Rauchen umzusteigen und die Anzahl der gerauchten Zigaretten zu reduzieren. Das Risiko an einer für Tabakmissbrauch typischen Erkrankung zu versterben bleibt aber in allen Fällen messbar erhöht, teilweise um ein Vielfaches. Einen höheren Nutzen bringt ein gänzlicher Rauchstopp, das gilt auch für Gelegenheitsraucher*innen. Und ganz wichtig: Einen gesundheitlich unbedenklichen Zigarettenkonsum gibt es nicht.
Das wäre aber auch verwunderlich, da jede Zigarette hunderte von Giftstoffen enthält.
Wer für seine Gesundheit etwas tun will, der/die muss möglichst sofort mit dem Rauchen aufhören. Nebenbei schützt man so auch seine Mitmenschen!

 

Zum Nachkontrollieren - Studien zum Thema:

(1) Institut für Therapieforschung: Kurzbericht Epidemiologischer Suchtsurvey 2018 (zur Studie ->)
(2) JAMA network: Dose-Response Association of Low-Intensity and Nondaily Smoking With Mortality in the United States. (zur Studie →)

 

Auszeichnungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.